FDP-Spitze: Lindner schließt Wechsel nach Berlin für 2013 aus

In der FDP wird er als Nachfolger für den schwächelnden Vorsitzenden Philipp Rösler gehandelt. Doch nun hat Christian Lindner ausgeschlossen, für den Wahlkampf nach Berlin zu gehen. Er werde 2013 in NRW bleiben.

FDP-Politiker Lindner (im März): Will im Westen bleiben Zur Großansicht
dapd

FDP-Politiker Lindner (im März): Will im Westen bleiben

Düsseldorf - Er will in Düsseldorf bleiben. Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Christian Lindner hat einen Wechsel 2013 nach Berlin ausgeschlossen. "Ich werde im Bundestagswahlkampf meinen Beitrag leisten - aber von NRW aus", sagte Lindner der "Westfalenpost".

Lindner war zuvor von dem schleswig-holsteinischen FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki als geeigneter Nachfolger des umstrittenen Bundesvorsitzenden Philipp Rösler ins Gespräch gebracht worden. Kubicki hatte zuletzt über Lindner gesagt: "Er ist für mich der geborene neue Bundesvorsitzende." Für die Kritik an Rösler und seine Gedankenspiele über mögliche Koalitionen hatte der liberale Querkopf Kritik der Bundesspitze einstecken müssen.

Rösler ist bei den Liberalen äußerst umstritten. Kubicki sagte nun dem Online-Magazin "The European" zwar, man werde mit dem aktuellen Parteivorsitzenden in den Bundestagswahlkampf ziehen. Doch intern heißt es bei der FDP, laufe die Wahl in Niedersachsen im Januar 2013 schlecht, da sei Röslers Zeit an der Parteispitze vorüber.

Kubicki bekräftigte in dem Gespräch noch einmal, dass Lindner für ihn ein guter Vorsitzender wäre: "In Nordrhein-Westfalen hat er eindrucksvoll bewiesen, dass er Wahlen gewinnen kann."

Ex-Parteichef Gerhardt vermisst "überzeugenden Politikentwurf"

Ein Vorgänger Röslers stellte der Partei ein verheerendes Zeugnis aus. Der frühere FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt beklagte in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt": "Nichts läuft so richtig zusammen." Es fehle "ein überzeugender Politikentwurf".

Bevor sich die Partei in Debatten über eine Ampelkoalition verliere, sagte er in Anspielung auf Kubickis Äußerungen, müsse sie "zuallererst einmal ihre eigene Politik überzeugend beschreiben und mit Gewicht durchsetzen".

Der Vorsitzende der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung sieht für die FDP neue Chancen, weil nahezu alle anderen Parteien ihre Programmatik verschoben hätten, und zwar "im Trend weg von den Chancen der Freiheit, hin zum Umgang mit Ängsten. Sie befinden sich in einem Überbietungswettbewerb in Betreuungs- und moralischen Pathosbotschaften", schreibt Gerhardt.

fab/AFP/dapd

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Ich schliesse das auch aus...
CobCom 08.08.2012
Zitat von sysopdapdIn der FDP wird er als Nachfolger für den schwächelnden Vorsitzenden Philipp Rösler gehandelt. Doch nun hat Christian Lindner ausgeschlossen, für den Wahlkampf nach Berlin zu gehen. Er werde 2013 in NRW bleiben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,848772,00.html
...allerdings mit `ner anderen Begründung ;-)
2. Das
kael 08.08.2012
...kann ich nicht teilen. Zu lange war er selbst aktiv und verantwortlich in den Niedergang der FDP involviert. Die Wandlung vom Saulus zum Paulus überzeugt mich nicht. Dei FDP braucht neue, glaubwürdige Gesichter. Es müssen nicht einmal die jüngsten sein..
3. Er wollte doch......
Picaro4106 08.08.2012
Hat er nicht im NRW Wahlkampf versprochen, im Landtag Fraktionschef der FDP für eine Periode zu bleiben? Hat nicht auch er Wahlkampf gegen einen Herrn Röttgen gemacht, der auf ehrliche Weise gesagt hat, er will das nicht versprechen, dass er in NRW bleibt? Wieviele Wähler in NRW hätten FDP gewählt wenn, er ehrlich gewesen wäre und den Wählern gesagt hätte, dass er nur die Lokomotive, für die Wahl ist? Wieder einmal zeigt sich, der ehrliche Politiker ist der Dumme.
4. optional
spon-facebook-10000332356 08.03.2013
Lasst Euch nicht täuschen, Herr Christian Lindner ist der Wolf im Schafspelz. Ich war FDP-Mitglied SH und werde heute noch von „Mitgliedern“ verklagt, weil das Statut der FDP von der Führung nicht erlaubt wird, sie treten es mit Füßen und vernichten eine ehemals ehrwürdige Partei. Auch Herr Christian Lindner hatte mich in zwei Bundesländer verklagt, im Statut steht, mit dem Bürger diskutieren, Freiheit, ich erbreche gleich. Christian Lindner will Macht, um nichts machen zu müssen. Christian Lindner - Königsmacher 1979 im Bergischen geboren, katholisch, mit 16 FDP-Mitglied, Gegensatz, herbe, von 1997-99 Sprung, heroisch, Studium, Bundeswehr, Oberleutnant d.R. Mit 21 noch Student, 2000 Neuer Markt, mit Kumpel Knüppel Moomax gegründet, KFW –Bank, Politiker nicht lange getagt, direkt überwiesen, man ist verbündet. Christian Lindner sitzt im Landtag, will Figuren zur Vereinfachung verkaufen, 18 Monate, fast 2 Mio, Firma im Sarg, vor der Pleite schnell weggelaufen. Sein Leumund, sein Widersacher, Herr Lubert war der Totengräber, Unternehmensberatung „Königsmacher“, neue Firma, Steuerzahler Geldgeber. An die Wand gefahren, alles verbrannt, wie die Presse wiedergibt, keine Anklage, KFW ihm zur Seite stand, Lindner mit Porsche selbstverliebt. Im Landtag bei der FDP Wunden lecken, Westerwelle erkennt den smarten Typ, große Reden, Freiheit neu entdecken, anderen haut man ab die Rüb. In Berlin, Bundestag, wird er hofiert, große Politik, das ist seine Welt, greift er zu ungeniert, Hotellobby geben die das Steuergeld. T.de Maiziére macht ihm zum Hauptmann d.R., andere dienen, fällt Ihnen da nicht was auf, da ist es wieder, der Gegensatz dieses herbe, Herr Lindner hat es einfacher im Lebenslauf. Zu den Wurzeln zurück, Düsseldorf wo er saß, für seine Freiheit stand er 012 zur Wahl, „wer einmal aus dem Blechnapf fraß“, schielt er nach Berlin, Rössler ihm den Posten stahl. Seine Freiheit reicht nicht weit, nach Voltaire, mich hat er verklagt, wegen einem Wort, „lutschen“ hat ihm gestört so sehr, gleich an zwei LG´s, weit von meinem Ort. Bürgernähe ist sein hohles Gewäsch, unsere Schreiben finden keine Antwort, Anrede, Anschreiben, der hat Pech, Bürger ist Bürger, er ist Lord. Sein jugendliches Aussehen stört nur ihn, er wäre gerne weise und alt, wird man nicht durch rumlungern in Berlin, Westerwelle hatte Freud an der jungen Gestalt. Kubicki, Lindner träumen, 013 Berlin Wahl, Wählende, zwischen Cholera und Pest, keine Wahrheit, nie den heiligen Gral, Christian Lindner will ins gemachte Nest. Frank Poschau 26.10.12
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