Forsa-Umfrage FDP verliert nach Jamaika-Aus an Zustimmung

Die FDP scheint vom Abbruch der Jamaika-Sondierungen nicht zu profitieren: Eine Forsa-Umfrage sieht die Liberalen nur noch bei acht Prozent, die Grünen hingegen legen zu.

FDP-Chef Christian Lindner
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FDP-Chef Christian Lindner


Die FDP hat einer Umfrage zufolge nach dem Abbruch der Jamaika-Sondierungen an Zustimmung verloren. In einer Forsa-Erhebung für die Sender RTL und n-tv liegen die Freidemokraten nur noch bei acht Prozent, bei der Bundestagswahl hatten sie 10,7 Prozent der Stimmen bekommen.

Zulegen können laut Forsa dagegen die Grünen: Sie liegen in der am Montag veröffentlichten Umfrage bei 13 Prozent und damit nur sieben Prozentpunkte hinter der SPD, die auf 20 Prozent kommt. CDU und CSU legen demnach auf 34 Prozent zu, die AfD verliert und liegt bei zehn Prozent. Die Linke kommt auf neun Prozent.

FDP-Chef Christian Lindner hatte die Gespräche über eine Jamaika-Koalition von Union, FDP und Grünen vor gut zwei Wochen für gescheitert erklärt.

Diesen Zahlen zufolge wäre bei möglichen Neuwahlen ein schwarz-grünes Bündnis von Union und Grünen eine realistische Option. Andere Institute, darunter auch der SPIEGEL-ONLINE-Kooperationspartner Civey, sehen die FDP aber deutlich stärker - und Grüne sowie CDU und CSU schwächer. Im aktuellen SPON-Wahltrend lag die Union bei 31,7 Prozent, die Grünen kamen auf 11 Prozent und die FDP auf 13,1 Prozent.

Für die Erhebung befragte Forsa in der vergangenen Woche von Montag bis Freitag 2502 Personen. Der statistische Fehler lag bei 2,5 Prozent.



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cte/dpa/Reuters



insgesamt 115 Beiträge
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skeptikerjörg 04.12.2017
1. Nicht verwunderlich
Die FDP verliert also. War absehbar. Wer wählt schon eine Partei, die nicht regieren will? Die SPD wird dasselbe erleben. Wenn ich einer Partei meine Stimme gebe, dann will ich, dass sie zumindest einen Teil dessen, was sie in ihrer Programmatik verspricht, auch in Realpolitik umsetzen will und kann. Und das geht eben als Opposition nicht. Außer den von Haus aus destruktiven wählt niemand die Opposition, sondern Opposition ergibt sich für die Wahlverlierer.
mechanicsmike15 04.12.2017
2. Respekt
Na meinen Respekt haben sie jedenfalls. Den Grünen schön die Suppe versalzen. Hut ab.
muellerthomas 04.12.2017
3.
Aber auch bei GMS hat die FDP zwei Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Umfrage verloren, die AfD ist konstant geblieben und die Grünen gewinnen. In Summe bei GMS also das gleiche Bild wie bei Forsa.
opag78 04.12.2017
4. FDP ist für mich gestorben
Die FDP hat mich jetzt zweimal tief enttäuscht und jetzt reicht es mir. Einmal ist ok, aber das zweite Mal lass ich Ihnen nicht mehr durchgehen. Ich habe die FDP nicht gewählt, wegen ihrer Ideen für die Oppositionspolitik. Ihren Spruch von wegen "Lieber nicht regieren, als falsch." den können sie sich sonstwohin stecken. Wegen der FDP bekommen wir jetzt von der nächsten GroKo jede Menge Gesetze um die Ohren gehauen, auf die ich keinen Bock habe. Das vergesse ich der FDP nicht !
BettyB. 04.12.2017
5. Überraschendes Ergebnis
Da zwingen die Reichenschützer der FDP die SPD quasi in die Koalition, wissend, dass die die Reichenschätzerin Merkel noch intensiver ausbremsen werden als bereits mit mäßigem Erfolg in der vergangenen Legislaturperiode taten, und trotzdem wählen noch 8% die Partei. Da wird selbst Lindner wohl staunen...
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