Umstrittene Prämie: FDP will Wahlkampf gegen Betreuungsgeld machen

Spielen im Sandkasten: Ab August gibt es 100 Euro Betreuungsgeld Zur Großansicht
dapd

Spielen im Sandkasten: Ab August gibt es 100 Euro Betreuungsgeld

Betreuungsgeld? Nein danke. Obwohl die FDP die umstrittene Leistung mit beschlossen hat, wollen die Liberalen im Wahlkampf dagegen Stimmung machen. Die Familienpolitik müsse sich "am Kindeswohl orientieren", heißt es in einem Entwurf des Wahlprogramms.

Hamburg - Die FDP will im Bundestagswahlkampf das Betreuungsgeld in Frage stellen. Die Leistung müsse "auf den Prüfstand", heißt es in einem Entwurf für das Wahlprogramm der Liberalen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Die FDP wolle die familienpolitischen Leistungen insgesamt neu ordnen. "Dabei orientieren wir uns vor allem am Kindeswohl", heißt es in dem Entwurf.

Der Bundestag hatte das Betreuungsgeld im November 2012 mit den Stimmen von Union und FDP beschlossen. Es soll ab August an Eltern gezahlt werden, die ihre kleinen Kinder nicht in eine Kita geben. Vorgesehen ist eine Zahlung von zunächst 100 Euro, später 150 Euro im Monat.

Die Opposition kritisiert das Betreuungsgeld scharf. Damit ermuntere die Bundesregierung Mütter, nicht arbeiten zu gehen und ihre Kinder nicht in die Kita zu geben. Der Vorwurf: Darunter würden vor allem Kinder aus einkommensschwachen Familien leiden.

CDU-Ministerin Kristina Schröder wies diese Kritik im SPIEGEL zurück. Das Betreuungsgeld sei nicht daran geknüpft, dass Eltern zu Hause blieben. Es könne "auch für eine privat organisierte Kinderbetreuung, zum Beispiel eine Tagesmutter, eingesetzt werden". Die Politik dürfe nicht vorgeben, wie Familien zu leben haben.

Schröder sprach sich für weitere Veränderungen in der Familienpolitik aus. So will sie das Ehegattensplitting in eine Familienleistung umwandeln. Es sei richtig, dass der Staat die Ehe besonders fördere. Er müsse aber auch unverheiratete Paare mit Kindern unterstützen.

cte/AFP

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insgesamt 97 Beiträge
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1. Dachschaden...
lmademo 09.02.2013
[QUOTE=sysop;11971601]Betreuungsgeld? Nein danke. Obwohl die FDP die umstrittene Leistung mit beschlossen haben, wollen die Liberalen im Wahlkampf dagegen Stimmung machen. Die Familienpolitik müsse sich "am Kindeswohl orientiere", heißt es in einem Entwurf des Wahlprogramms. Ich glaube die FDP ist bescheuert.. die wiesen nicht wie und an was sie sich klammern sollen, um über die 5% Hürde kommen.
2. Unglaubwürdig
hubertrudnick1 09.02.2013
Zitat von sysopBetreuungsgeld? Nein danke. Obwohl die FDP die umstrittene Leistung mit beschlossen haben, wollen die Liberalen im Wahlkampf dagegen Stimmung machen. Die Familienpolitik müsse sich "am Kindeswohl orientiere", heißt es in einem Entwurf des Wahlprogramms. FDP will Wahlkampf gegen Betreuungsgeld machen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-will-wahlkampf-gegen-betreuungsgeld-machen-a-882372.html)
Wer zuerst in der Koalition dafür mit zustimmt, der wirkt doch unglaubwürdig, wenn man das hinterher im Wahlkampf anprangert. Unsere heutige Politik ist einfach nicht mehr ernst zunehmen. All unsere Parteien schießen nur solche seltsamen Böcke ab, dass ist nur was für die Aschermittwochsverarschung. HR
3. optional
TeslaTraX 09.02.2013
Da sieht man wie verkommen unsere Politik und das System geworden sind. Erst schön mitstimmen ... Ne, FDP, die haben wirklich keine 5% mehr verdient ...
4. Ich kann
andere Hobbys 09.02.2013
Zitat von sysopBetreuungsgeld? Nein danke. Obwohl die FDP die umstrittene Leistung mit beschlossen haben, wollen die Liberalen im Wahlkampf dagegen Stimmung machen. Die Familienpolitik müsse sich "am Kindeswohl orientiere", heißt es in einem Entwurf des Wahlprogramms. FDP will Wahlkampf gegen Betreuungsgeld machen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-will-wahlkampf-gegen-betreuungsgeld-machen-a-882372.html)
dieses Ganze BlaBlaBla unter dem Deckmantel des Kindeswohls schon nicht mehr hören. Schafft endlich diese 160 verschiedenen Gebärprämien und Werfsubventionen ab. " Kinderhaben " ist Privatsache. Der Staat hätte andererseits genug Geld um Kinderkrippen und -gärten zu bauen, kostenlos für alle. Und Lehrgeld und Bafög für alle, die in diese Mühlen des Lebens gehen. Und hört auf, Eltern hier in die Unterhaltshaftung zu nehmen. Die, die Steuern bezahlen bekommen eh vom Staat nichts zurück, den anderen wird doppelt und dreifach gegeben.
5. FDP und Kindeswohl?
bonddo 09.02.2013
Es würde mich ja doch mal interessieren, wie die Wirtschaftspartei FDP "Kindeswohl" definiert! Allerdings glaube ich, dass da außer Phrasen wie: "Der Markt wird es schon richten!" nicht viel kommen wird...
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