Bilanz eines Tages Fast 5000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet

Allein die Bundeswehr-Fregatte "Schleswig-Holstein" zog mehr als 700 Menschen an Bord: Fast 5000 Flüchtlinge sind am Samstag aus dem Mittelmeer gerettet worden.

Soldaten der Marine retten Flüchtlinge (Archivaufnahme): 767 Menschen an einem Tag an Bord geholt
Bundeswehr/ Winkler

Soldaten der Marine retten Flüchtlinge (Archivaufnahme): 767 Menschen an einem Tag an Bord geholt


An der Operation beteiligten sich die Bundeswehr, die britische und kroatische Marine, Schiffe von Hilfsorganisationen und ein Frachtschiff: Fast 5000 Flüchtlinge sind am Samstag aus dem Mittelmeer gerettet worden. Beim größten von insgesamt 20 Rettungseinsätzen in den Gewässern vor Libyen wurden 1137 Menschen von zwei Schiffen in Sicherheit gebracht, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Es wurde aber auch eine Frauenleiche geborgen.

In einem fast zwölfstündigen Einsatz wurden 767 Flüchtlinge von einem Holzboot und einem Schlauchboot an Bord der "Schleswig-Holstein" geholt, beobachtete eine dpa-Reporterin. Dies sei die größte Anzahl von Menschen, die die Fregatte bisher an einem Tag gerettet habe, sagte ein Sprecher an Bord. Die meisten der geretteten Menschen stammten aus dem Sudan sowie aus Eritrea, Somalia und Syrien.

Die Fregatte mit den Flüchtlingen soll voraussichtlich am Sonntagmittag in Palermo auf Sizilien einlaufen, um die Menschen an die zuständigen Behörden zu übergeben.

Die "Schleswig-Holstein" ist eines von zwei deutschen Schiffen, die sich seit Ende Juni an der EU-Mission zur Seenotrettung und Bekämpfung der Schleuserkriminalität im südlichen Mittelmeer beteiligen. Insgesamt haben die deutschen Schiffe seitdem fast 2400 Menschen geholfen. Zuvor hatte die Bundeswehr unter einem nationalen Mandat insgesamt 5673 Flüchtlinge gerettet.

Seit Jahresbeginn sind nach Zählung der Internationalen Organisation für Migration mehr als 2600 Menschen beim Versuch ums Leben gekommen, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Mehr als 120.000 (Stand 18. September) schafften es demnach bis an die Küste des südlichen EU-Mitgliedstaats.

als/dpa

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