Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Malu Dreyer kritisiert Bamf-Beamte: "Montag bis Freitag - das geht in diesen Zeiten nicht mehr"

SPD-Politikerin Dreyer (r.) in der Erstaufnahmeeinrichtung in Hermeskeil: Mehr Einsatz gefordert Zur Großansicht
DPA

SPD-Politikerin Dreyer (r.) in der Erstaufnahmeeinrichtung in Hermeskeil: Mehr Einsatz gefordert

Die langen Asylverfahren verärgern die Bundesländer. Nun fordert auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer mehr Einsatz von den Beamten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Als Frank-Jürgen Weise am Freitag die Innenministerkonferenz besuchte, musste der neue Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) viel Kritik einstecken. Die Länder forderten flexiblere Arbeitsmodelle, damit Asylverfahren schneller bearbeitet werden können. Sogar im öffentlichen Dienst seien im Zweifelsfall mal Überstunden möglich, sagte etwa Lorenz Caffier (CDU), Innenminister aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer legte nun nach. In der "Bild am Sonntag" sprach sie von "Zuständen, die nicht tragbar sind". 40 Entscheider seien ihr vom Bamf zugesagt worden, bisher sind ihren Angaben zufolge nur etwas mehr als die Hälfte davon im Einsatz.

Dreyer verlangt von den Bamf-Beamten mehr Einsatz: "Dienst von Montag bis Freitag - das geht in diesen Zeiten nicht mehr. In den Kommunen und den Ländern arbeiten die Mitarbeiter im Schichtdienst, am Wochenende und kloppen Überstunden - das muss auch das Bamf leisten können."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière, oberster Dienstherr des Bamf, wies die Kritik zurück. "Seit vielen Monaten arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamtes unter höchster Belastung", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Trotz dramatisch gestiegener Antragszahlen ist es ihnen gelungen, dass die durchschnittliche Verfahrensdauer trotzdem nicht gestiegen, sondern gesunken ist." Der Bundesinnenminister zeigte sich zuversichtlich, dass "die Verfahrensdauer in den nächsten Monaten nochmals deutlich verkürzt" wird.

Forum
Liebe Leserinnen und Leser,
im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf SPIEGEL ONLINE finden Sie unter diesem Text kein Forum. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Forumsbeiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Artikeln zu diesem Thema ein Forum. Wir bitten um Verständnis.

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Anzeige
  • Maximilian Popp (Hrsg.):
    Tödliche Grenzen

    Die Krise der europäischen Flüchtlingspolitik.

    SPIEGEL E-Book; 2,99 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: