Berlin, Hamburg, NRW 15.000 Flüchtlinge leben noch in Notunterkünften

Sie müssen auf Pritschen campieren, in alten Baumärkten oder Bürogebäuden: In mehreren Bundesländern leben nach SPIEGEL-Informationen immer noch Tausende Flüchtlinge in Notquartieren.

Flüchtlingskinder spielen in einer Notunterkunft Fußball
DPA

Flüchtlingskinder spielen in einer Notunterkunft Fußball


Die meisten Bundesländer haben es nach eigenen Angaben mittlerweile geschafft, ihre Notquartiere für Flüchtlinge zu schließen und die Menschen in besseren Unterkünften unterzubringen. Einer Umfrage des SPIEGEL in den 16 Bundesländern zufolge leben noch immer rund 15.000 Menschen in Notunterkünften. Vor einem Jahr waren es knapp 70.000. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Die meisten Notunterkünfte betreibt derzeit Berlin, dort leben 13.400 Flüchtlinge in solchen Sammelunterkünften, 2100 von ihnen nach Angaben der Behörden "prekär", also mit eingeschränkter Privatsphäre, etwa in Hallen mit notdürftigen Trennwänden.

Vor einem Monat hatte Sozialsenatorin Elke Breitenbach von der Linken verkündet, dass nun zumindest "die elende Lebenssituation" der Berliner Flüchtlinge in den Turnhallen beendet sei. Seit September 2015 hatte die Stadt in 63 Sporthallen Notquartiere eingerichtet, in den schlimmsten Zeiten mussten dort mehr als 10.000 Menschen auf Pritschen campieren. Ende März wechselten die letzten 78 von ihnen im Bezirk Pankow in Gemeinschaftsunterkünfte.

In Nordrhein-Westfalen müssen noch 1600 Menschen in Notquartieren ausharren, in Hamburg sind es 600.

Mindestens 80.000 Menschen haben Deutschland im vergangenen Jahr indes freiwillig wieder verlassen, teils mit finanzieller Hilfe der Behörden. Die Zahl dürfte sogar noch höher liegen, da die Bundesländer die Ausreisen nicht lückenlos erfassen. Abgeschoben wurden 2016 rund 25.000 Menschen.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Donnerstagmorgen erhältlich.

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