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Flüchtlinge: Im Jahr 2015 gab es 136 Abschiebungen in die Maghreb-Staaten

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AP

Sogenanntes Maghreb-Viertel in Düsseldorf: Mehr Abschiebungen geplant

Über 15.000 Menschen schoben Behörden im vergangenen Jahr auf den Westbalkan ab, bei den sogenannten Maghreb-Staaten war die Zahl nach SPIEGEL-Informationen viel geringer.

Deutschland hat im vergangenen Jahr rund 15.250 Menschen auf den Westbalkan abgeschoben, in die nordafrikanischen Länder Marokko, Algerien und Tunesien dagegen nur 136. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Linken-Anfrage hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. (Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Wegen der deutlich gestiegenen Flüchtlingszahlen und der Silvesterübergriffe in Köln sollen nun verstärkt abgelehnte Asylbewerber in die Maghreb-Staaten zurückgeschickt werden, die Bundesregierung möchte die drei Länder in die Liste der sicheren Herkunftsländer aufnehmen. Bisher scheiterten die Abschiebungen dorthin häufig daran, dass die Herkunftsländer sich weigerten, die nötigen Rückreisepapiere auszustellen.

Immer wieder müssen Polizisten Abschiebungen aber auch wegen des heftigen Widerstands der Betroffenen abbrechen. Nach den Zahlen aus dem Bundesinnenministerium scheiterten im vergangenen Jahr 211 Abschiebungen, weil Migranten sich widersetzten. In 93 Fällen brachen die Fluggesellschaften die Zwangsrückführung ab.

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