Bamf Nur wenige Flüchtlinge haben Bleiberecht erschlichen

Eine Überprüfung des Bamf ergab nur wenige Beanstandungen: Laut "Süddeutscher Zeitung" scheint sich die Befürchtung, viele Flüchtlinge könnten zu Unrecht Schutz in Deutschland erhalten haben, nicht zu bestätigen.

Bremer Bamf-Außenstelle
DPA

Bremer Bamf-Außenstelle


Nur wenige Flüchtlinge haben einem Bericht zufolge zu Unrecht Schutz in Deutschland erhalten. Bei einer Überprüfung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) widerrief die Behörde lediglich in 0,7 Prozent der untersuchten Asylentscheidungen den Schutzbescheid, wie die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") berichtete. Danach endeten im ersten Halbjahr 2018 von mehr als 43.000 abgeschlossenen Prüfverfahren 307 damit, dass das Bamf den Flüchtlingen den bereits gewährten Schutzstatus wieder entzog.

Das geht aus der Bilanz hervor, mit der das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke beantwortete. Jelpke sagte der "SZ", es werde "von politisch interessierter Seite" immer wieder der Eindruck erweckt, es gebe erhebliche Sicherheitsmängel im Bamf. "Nichts davon ist wahr."

Die hohe Zahl an Prüfungen ist eine Konsequenz aus den Affären innerhalb des Bamf. Im Fall Franco A. hatte ein deutscher Bundeswehrsoldat als angeblicher syrischer Flüchtling Asyl bekommen. In der Bremer Bamf-Außenstelle steht die damalige Leiterin im Verdacht, mehreren hundert Menschen zu positiven Entscheiden verholfen zu haben.

Im Video: Gekaufte Asylverfahren - Bamf-Affäre in Bremen

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cte/AFP



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