Fremdenfeindlichkeit Weniger Angriffe auf Flüchtlingsheime

Die Zahl der Anschläge auf Flüchtlingsheime ist gesunken. In den ersten drei Monaten des Jahres gab es laut BKA 93 Anschläge. In fast allen Fällen sollen es rechtsradikale Täter gewesen sein.

Flüchtlingsunterkunft in Spandau
DPA

Flüchtlingsunterkunft in Spandau


Die Angriffe auf Asylbewerberheime in Deutschland sind gesunken und haben wieder den Stand von vor der Flüchtlingskrise 2015 erreicht. Im ersten Quartal 2017 zählte das Bundeskriminalamt (BKA) 93 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Die Zahlen stammen aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag.

Die Zahl entspreche dem Niveau des ersten Quartals 2015, in dem 106 Angriffe registriert wurden, heißt es in dem Bericht. 86 der 93 Anschläge hätten einen rechtsradikalen Hintergrund gehabt.

Nach dem starken Flüchtlingszuzug ab Spätsommer 2015 waren fremdenfeindliche Anschläge und Überfälle sprunghaft nach oben gegangen. Im Gesamtjahr 2015 kam es zu mehr als tausend Anschlägen - das waren fünfmal so viele wie im Vorjahr.

Auch im vergangenen Jahr registrierte das BKA noch knapp 1000 Übergriffe. Zu den Angriffen werden zum Beispiel Überfälle, Sprengstoffanschläge, Brandstiftung sowie Körperverletzung gezählt.

cte/dpa



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