Flüchtlingskrise Neue Statistik für fremdenfeindliche Straftaten

Die Behörden wollen sich einen genaueren Überblick über fremdenfeindlich motivierte Verbrechen verschaffen. Ab kommenden Jahr soll es deshalb eine entsprechende Datei geben.

Feuer in einem Flüchtlingswohnheim: De Maizière will solche Taten gesondert erfassen
DPA

Feuer in einem Flüchtlingswohnheim: De Maizière will solche Taten gesondert erfassen


Rechts motivierte Straftaten gegen Flüchtlinge und Helfer sollen bald in einer eigenen Statistik erfasst werden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte der "Bild"-Zeitung, dass dem rechten Spektrum zugeordnete Straftaten - beispielsweise gegen Asylbewerber, Journalisten, Politiker oder Ehrenamtliche - ab Januar gesondert erfasst würden. Das sei notwendig, damit die Behörden sich "ein noch besseres Bild" von der Zunahme derartiger Delikte machen könnten.

De Maizière nannte die wachsende Zahl von Angriffen auf Flüchtlinge, Flüchtlingsunterkünfte und andere mit der Flüchtlingskrise in Zusammenhang stehende Ziele eine "Schande für Deutschland".

Dieses Jahr seien bislang 3600 Straftaten in dem Bereich gezählt worden, von denen sich rund 850 direkt gegen Unterkünfte und Bewohner gerichtet hätten. Damit habe sich die Zahl rechts motivierter Taten gegenüber dem Vorjahr vervierfacht, sagte der CDU-Politiker der "Bild".

ler/AFP

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