Flüchtlinge Unterkünfte in Bad Bevensen und Roßleben attackiert

Wieder sind zwei Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland angegriffen worden - in Thüringen und Niedersachsen. In beiden Fällen konnten die Täter flüchten.


In einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Bad Bevensen haben Unbekannte schweren Schaden angerichtet. Sie legten Feuer und richteten zudem einen Wasserschaden an.

Die Täter waren in der Nacht zum Sonntag in den Gebäudekomplex eingedrungen. Sie verstopften mehrere Abflüsse und drehten die Wasserhähne auf, wie die Polizei in Lüneburg mitteilte. An einer anderen Stelle des Gebäudes legten sie demnach Feuer, das sich im Dachstuhl zu einem Schwelbrand entwickelte.

Ein Passant bemerkte am Sonntagmorgen Rauch an dem Gebäude und alarmierte die Feuerwehr. Die Höhe des Schadens bezifferte die Polizei auf mehrere tausend Euro. Ob darüber hinaus größerer Schaden an der Statik der Dachkonstruktion entstand, muss demnach ein Sachverständiger klären. In dem Fall ermittelt nun der polizeiliche Staatsschutz.

In Thüringen griffen Unbekannte ein von Asylbewerbern bewohntes Gebäude mit Feuerwerkskörpern an. Bei der Detonation in dem Ort Roßleben wurde in der Nacht zum Sonntag die Scheibe einer Eingangstür zerstört, teilte die Polizei in Nordhausen mit.

Die Täter flüchteten. Ein Polizeihubschrauber machte sich vergeblich auf die Suche nach ihnen. Laut Zeugen sollen die Angreifer ausländerfeindliche Parolen gerufen haben. Nun wird gegen sie unter anderem wegen Volksverhetzung ermittelt. In dem Wohnblock sind laut Polizei etwa 70 Flüchtlinge untergebracht.

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ler/AFP/dpa



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