Forderung Nitzsche soll vors deutsch-türkische CDU-Forum


Die abfälligen Äußerungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche über türkische Mitbürger dürfen nach Ansicht des ehemaligen sächsischen Innenministers Heinz Eggert nicht ohne Konsequenzen bleiben. Die Fraktion solle den 44-Jährigen dazu verpflichten, zwei Jahre lang im deutsch-türkischen Forum der CDU mitzuarbeiten, sagte der CDU-Politiker und Moderator Eggert. Dann bekomme Nitzsche mit, was für einen Unsinn er erzählt habe.

Nitzsche hatte in einem Interview gesagt, es sei "vergebliche Liebesmüh", um die Stimmen türkischstämmiger Deutscher zu buhlen. Eher werde "einem Moslem die Hand abfaulen", als dass er CDU wähle. In einem Vortrag hatte er zudem davon gesprochen, dass in das deutsche Sozialsystem "der letzte Ali aus der letzten Moschee Zuflucht nehmen könne". Eggert kritisierte, diese "ausgesprochen dummen Aussprüche" seien eines Bundestagsabgeordneten nicht würdig. Er sehe aber keine Notwendigkeit für ein Ausschlussverfahren.



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