Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Forsa-Umfrage: Gauck-Manöver der FDP verpufft

Bei der Kür des Bundespräsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent.

FDP-Chef Rösler: Nur leichte Zuwächse in der aktuellen Forsa-Umfrage Zur Großansicht
dapd

FDP-Chef Rösler: Nur leichte Zuwächse in der aktuellen Forsa-Umfrage

Hamburg - Trotz der unbeliebten Euro-Hilfsmaßnahmen und zahlreicher Probleme in der Koalition steigt das Vertrauen der Bürger in Bundeskanzlerin Angela Merkel. In der aktuellen Forsa-Umfrage für den "Stern" erreichte die CDU-Vorsitzende ihren höchsten Wert seit Bestehen der schwarz-gelben Koalition 2009.

Demnach stieg ihr Vertrauensbonus gegenüber Dezember um zwei auf 64 Punkte. Maximal möglich waren 100 Punkte. Merkel lag damit acht Punkte vor den beiden stärksten SPD-Vertretern, den möglichen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier mit je 56 Punkten.

FDP-Chef Philipp Rösler konnte dagegen nur leicht dazu gewinnen: Er stieg gerade mal um einen Punkt auf 31 Punkte - und bildet mit dem gleich bewerteten Außenminister Guido Westerwelle (ebenfalls FDP) das Schlusslicht des Rankings. Dabei hatte Rösler gegen Merkels Willen den beim Volk beliebten Bundespräsidentschaftsandidaten Joachim Gauck durchgesetzt. Unionspolitiker hatten dem Koalitionspartner daraufhin Vertrauensbruch vorgeworfen. Die FDP wies dies zurück - und reklamierte die Nominierung Gaucks als Erfolg für sich.

Wie die Bundeskanzlerin hält auch die Union ihr Umfragehoch. Im Wahltrend von "Stern" und RTL kommen CDU/CSU zum vierten Mal in Folge auf 38 Prozent. Die FDP legt nach der Gauck-Nominierung nur leicht zu: Sie steigt im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf drei Prozent. Auch die SPD gewinnt einen Punkt hinzu - sie erreicht 26 Prozent. Die Grünen fallen um einen Punkt auf 14 Prozent. Die Linke verharrt bei acht Prozent. Sieben Prozent der Wähler wollen für die Piratenpartei stimmen, das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche.

Mit zusammen 41 Prozent liegt die Regierungskoalition von Union und FDP damit knapp vor SPD und Grünen, die auf 40 Prozent kommen.

Für die Politikerrangfolge befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1001 Bundesbürger am 22. und 23. Februar 2012, für den Wahltrend waren es 2502 Bundesbürger vom 20. bis 24. Februar 2012.

heb

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 74 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
c.coolman 29.02.2012
Zitat von sysopdapdBei der Kür des Präsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,818267,00.html
Es hat sich wieder mal bewahrheitet: Geliebt wird der Verrat, aber nicht der Verräter...
2. opportunismus und gummipolitik zahlen sich nie aus, weil der bürger nicht blöd ist
Gebetsmühle 29.02.2012
Zitat von sysopdapdBei der Kür des Präsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,818267,00.html
wie die mövenpicker-partei für sich reklammieren kann, den kandidaten gauck durchgesetzt zu haben, den sie noch vor 2 jahren bis in den abgrund verteufelt haben, ist mir völlig schleierhaft. jeder, der auch nur halbwegs alle sinne beisammen hat weiß doch, dass dies nur ein billiges opportunisten-manöver war und dass gauck in wahrheit der fdp völlig egal ist. als hätte sich die kapital-marionetten rösler und seine speichellecker jemals um den willen des bürgers geschert. genau das ist der grund, warum diese partei demnächst aus allen parlamenten verschwunden sein wird. hoffentlich für immer.
3. verpufft ?
keinschwabe 29.02.2012
Zitat von sysopdapdBei der Kür des Präsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,818267,00.html
Wie jetzt? Hatten sich die FDP-Oberen gedacht, dass sie bei den Umfragen um 10% steigen, nur weil sie sich mal bockig zeigten? Wobei noch nicht mal geklärt ist, wie das Spiel gegenüber Mutti ausgehen wird. Die vergisst nix.....
4. ******************
Cassandra105 29.02.2012
Zitat von sysopdapdBei der Kür des Präsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,818267,00.html
Merkel, unsere Putina (Puta könnt falsch verstanden werden). Die Frau kann machen was Sie will, völlig egal wie unsinng, falsch oder korrupt es ist. Hoffentlich kommt die nicht noch irgendwann auf die Idee, den totalen irgendwas (muss ja nicht immer gleich Krieg sein) zu erklären, die Deutschen würden ihr wohl glatt folgen. "Wollt ihr den totalen Kapitalliberalismus (=Sklaverei)!" "Jaaaaa!" Es ist zum heulen..
5.
tgloge 29.02.2012
Zitat von sysopdapdBei der Kür des Präsidentschaftskandidaten Gauck setzte sich FDP-Parteichef Rösler gegen die Bundeskanzlerin durch - und fühlte sich als Sieger. Doch die Wähler sehen das anders: Das Vertrauen in Merkel wächst trotz der Reibereien in der Koalition, die FDP bleibt klar unter fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,818267,00.html
Wer soll denn diesen vor Glück schnauffenden Rösler auch ernst nehmen nach seiner Eintagsfliege. Der Mann hat weder Charisma, noch Kompetenz, noch ist in irgendeiner Form eine weises, staatsmännisches oder souveränes Bewusstsein erkennbar. Da hat er sich einmal durchgesetzt und platzt schier vor Stolz. Er erinnert mich dabei doch sehr an ein kleines Kind daß die Schultüte zum ersten Mal halten durfte. Mit diesem Mann sind 5% leider in sehr weiter Ferne.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: