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Forsa-Umfrage: 40 Prozent der Deutschen beklagen Überpräsenz der AfD in den Medien

AfD-Vorsitzende Petry (Archiv): Ziert oft Zeitungstitel Zur Großansicht
DPA

AfD-Vorsitzende Petry (Archiv): Ziert oft Zeitungstitel

Kaum ein Tag, an dem die AfD und ihre Anhänger nicht von sich reden machen - und auch darüber berichtet wird. Vielen Deutschen ist das zu viel, sie wollen lieber mehr über die Gruppe der Nichtwähler erfahren.

Einer Umfrage zufolge ist eine große Zahl der Deutschen der Meinung, dass die Medien zu viel über die AfD berichten - und zu wenig über Nichtwähler.

Wie aus der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der "Frankfurter Neuen Presse" hervorgeht, denken rund 40 Prozent der Befragten, dass der rechtspopulistischen Partei zu viel Beachtung geschenkt wird. 36 Prozent halten den Umfang der Berichterstattung für "gerade richtig". Nur 17 Prozent sagten, es werde zu wenig über die AfD berichtet, darunter seien laut Forsa-Chef Manfred Güllner überwiegend AfD-Anhänger.

Über die steigende Zahl der Nichtwähler sollten Medien dagegen nach Meinung von 76 Prozent mehr berichten, geht aus den Ergebnissen hervor. Zu wenig werde auch über Probleme mit der Schul- und Bildungspolitik berichtet, wie mehr als drei Viertel der Befragten angaben (77 Prozent). Für viele Bürger (55 Prozent) komme auch all das in den Medien zu kurz, was in den Städten und Gemeinden - also auf lokaler Ebene - passiert, so Güllner.

"Im Prinzip ist es richtig, die AfD anzugreifen und auszugrenzen", sagte Güllner in einemInterview mit dem Handelsblatt. "Diese Partei und ihre Anhänger sind unbelehrbar, mit denen können sie nicht diskutieren", so der Forsa-Chef. "Die AfD speist sich aus einem braunen Bodensatz, der immer da ist", klagte Güllner. "Deshalb sollte man auch nicht den Fehler begehen und sie hofieren. Wenn man die AfD salonfähig macht, treibt man ihnen Wähler zu."

An der Umfrage nahmen 1009 Menschen teil.

Anmerkung der Redaktion: Über einer früheren Version dieser Meldung stand die Überschrift "Deutsche beklagen Überpräsenz der AfD in den Medien". Tatsächlich gilt dies nur für die relative Mehrheit der Befragten von 40 Prozent. Wir haben deshalb die Überschrift präzisiert. Um die Zahlen besser in Relation zu setzen, wurde zudem die Reihenfolge der Sätze im zweiten Absatz geändert.

kry/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 152 Beiträge
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1. Es sind derzeit überhaupt nur nervende Themen
cededa 18.02.2016
in der Zeitung. Wird Zeit für ein neues Thema, die alten sind langweilig geworden! ('schuldigung für 3x "zeit" - es ist spät.)
2. Danke, Menschen
carlmørck 18.02.2016
Ich bin also nicht der einzige, und ich hielte mich schon fast für verrückt ;)
3.
censored 18.02.2016
Menschen auszugrenzen hat schon immer alle Probleme gelöst. Und der ist echt Forsa-Chef?
4. Keine Alternative
heindeburk 18.02.2016
Diese Gruppe von Leuten namens AfD ist vieles, aber keine Alternative für Deutschland. Wir brauchen realistische Macher und keine Krakeeler. Medien müssen dennoch über diese Leute berichten. Wie umfangreich, hängt von der Relevanz der jeweiligen Themen ab. Vieles, was von diesen "Alternativen" kommt, ist jedoch irrelevant, weil nicht realisierbar. Die meisten dieser Leute wirken zudem wenig intelligent
5. Das pauschale Abkanzeln...
dlmb 18.02.2016
...der potentiellen Wähler als "braunen Bodensatz" treibt der AfD eher Wähler zu als die paar Artikel zu viel, die in der Regel auch nur erkennbar abwertend berichten. Was würde Güllner eigentlich sagen, wenn ihn jemand öffentlich als "Bodensatz" bezeichnen würde? Mal abgesehen davon, dass die AfD-Positionen nach etwa einem halben Jahr von CDU und SPD übernommen werden, die sich aber das halbe Jahr vorher noch fürchterlich darüber echauffiert haben.
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