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25. Juli 2012, 07:48 Uhr

Umfrage zur Wählergunst

Merkel hängt SPD-Troika ab

Angela Merkel trotzt der Krise - zumindest mit ihren schier unerschütterlichen Beliebtheitswerten. Laut einer Forsa-Umfrage hat derzeit keiner der drei potentiellen Herausforderer von der SPD eine Chance gegen die Kanzlerin. Besonders finster sieht es demnach für Parteichef Gabriel aus.

Hamburg - Die Beliebtheitswerte der Kanzlerin scheinen derzeit uneinholbar. Angela Merkel (CDU) genießt in der Bevölkerung weiterhin hohes Ansehen - im Gegensatz zu den möglichen Kanzlerkandidaten der SPD, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, Parteichef Sigmar Gabriel und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück.

Könnten die Bürger ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich nach der Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" und RTL bei der Alternative Steinmeier - Merkel 27 Prozent für Steinmeier entscheiden und 49 Prozent für Merkel. Steinbrück erhielte 26 Prozent, Merkel in dieser Konstellation 52 Prozent. Gabriel käme auf 17 Prozent, Merkel gegen ihn auf 59 Prozent - damit wäre bei ihm mit 42 Punkten der Abstand zu Merkel am größten.

Aus Sicht von Forsa-Chef Manfred Güllner muss das nicht unbedingt an der Person des jeweiligen Herausforderers liegen. "Rund jeder zweite Wahlberechtigte ist mit Merkel und ihrer Arbeit zufrieden. Es gibt keine Wechselstimmung", sagte er. "Da hat es jeder SPD-Kanzlerkandidat schwer." Bislang haben sich die Sozialdemokraten noch nicht für einen Herausforderer entschieden. Die ersten Wahlkampfvorstöße der Genossen wirken zudem zaghaft und unentschlossen.

Bei der Sonntagsumfrage hat sich wenig getan im Vergleich zur Vorwoche. Union und FDP können in der Sympathie der Wähler ihren knappen Vorsprung vor SPD und Grünen behaupten. Die Union verharrt bei 36 Prozent, die FDP stagniert bei 4 Prozent. Die SPD kann sich um einen Punkt auf 27 Prozent verbessern, die Grünen fallen um einen Punkt auf 12 Prozent zurück. Punktverschiebungen gibt es auch bei den weiteren Parteien: Die Linke steigt um einen Punkt auf 7 Prozent, die Piraten geben einen Punkt ab und sinken auf 9 Prozent. Auf "sonstige Parteien" entfallen 5 Prozent. Mit zusammen 40 Prozent liegt die Regierungskoalition damit weiterhin einen Punkt vor SPD und Grünen (gemeinsam 39 Prozent).

Die Meinungsforscher haben dazu vom 16. bis 20. Juli 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt.

ffr

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