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Forsa-Umfrage: Rot-grüner Vorsprung schmilzt dahin

Für SPD und Grüne ist es mit dem Höhenflug in Umfragen vorbei. Der zwischenzeitliche Vorsprung von zwölf Prozentpunkten vor Union und FDP ist längst dahin - und wird immer knapper: Jetzt sind es nur noch vier Punkte. Die Union erholt sich.

SPD-Chef Gabriel: Für die Sozialdemokraten geht es in Umfragen wieder abwärts Zur Großansicht
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SPD-Chef Gabriel: Für die Sozialdemokraten geht es in Umfragen wieder abwärts

Hamburg - Für CDU und CSU geht es in der Wählergunst weiter bergauf. Im Wahltrend von "Stern" und RTL legte die Union im Vergleich zur Vorwoche zum zweiten Mal in Folge um einen Punkt zu und erreicht mit 36 Prozent ihren besten Wert seit Ende April 2010. Auch die FDP konnte einen Punkt hinzugewinnen, sie verharrt mit vier Prozent jedoch weiter im Tief.

Sozialdemokraten und Grüne fallen dagegen zurück: Die SPD verschlechtert sich um einen Punkt auf 24 Prozent, die Grünen sinken um ebenfalls einen Punkt auf 20 Prozent. Die Linke stagniert bei neun Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich sieben Prozent der Wähler entscheiden.

Mit gemeinsam 40 Prozent liegen Union und FDP damit nur noch vier Punkte hinter SPD und Grünen (zusammen 44 Prozent). Vor drei Monaten hatte das rot-grüne Lager noch einen Vorsprung von zwölf Punkten.

Den Zuwachs bei der Union erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner vor allem mit dem Auftreten der CDU. Die Partei präsentiere sich derzeit geschlossen und grenze sich klar von den übrigen Parteien ab. Zudem profitiere sie von einer schwachen SPD. Güllner: "Die SPD ist bei ihrer Potsdamer Klausur in alte Umverteilungspositionen zurückgefallen. Das stärkt nur die Regierung."

Die CSU dagegen hat nach einer weiteren Forsa-Umfrage für den "Stern" ihre Krise noch nicht überwunden. Wenn jetzt Landtagswahl wäre, würden nur 40 Prozent der Bayern für die CSU stimmen, die FDP käme auf vier Prozent. Beide gemeinsam hätten damit keine Mehrheit mehr. Auch die SPD liegt nach der Forsa-Erhebung unter ihrem letzten Wahlergebnis vom September 2008, sie erreicht lediglich 16 Prozent. Die Grünen steigen auf 20 Prozent und würden damit die SPD als zweitstärkste politische Kraft in Bayern ablösen. Die Freien Wähler könnten wie bei der letzten Wahl mit zehn Prozent der Stimmen rechnen. Die Linke wäre mit vier Prozent wieder nicht im Landtag vertreten. Für "sonstige Parteien" wollen sechs Prozent der Bayern stimmen.

Die Forsa-Erhebung ergibt damit ein diametral anderes Bild als eine vergangene Woche veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap. Das Institut hatte eine absolute Mehrheit für CSU und FDP gemeldet.

Forsa befragte für den "Stern" zwischen dem 4. und 14. Januar 1048 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte in Bayern. Für den bundesweiten Wahltrend wurden 2503 Bundesbürger vom 10. bis 14. Januar befragt.

hen

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1. wow
zynik 19.01.2011
Zitat von sysopFür SPD und Grüne ist es mit dem Höhenflug in Umfragen vorbei. Der zwischenzeitliche Vorsprung von zwölf Prozentpunkten vor Union und FDP ist längst dahin - und wird immer knapper: Jetzt sind es nur noch vier Punkte. Die Union erholt sich. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,740251,00.html
Passend zum Wahljahr erholt sich schwarz/gelb also aus unerfindlichen Gründen....interessant.
2. wie immer
Mollari, 19.01.2011
Die Dummen sterben nie aus. Und Gedächtnis ist auch nicht mehr vorhanden.
3. Nichtwähler
carlosowas, 19.01.2011
Die einzige Gruppe, die wirklich an Größe zunimmt, bilden die Nichtwähler. Aber nach denen wird ja nicht gefragt. Und nach der Wahl wird ihr Anteil immer nur in der Fußnote erwähnt.
4. Dies ist ein Titel!
Ollie_ 19.01.2011
Wir brauchen schnell wieder ein Thema a'la Stuttgart 21 oder so, damit sich die Opposition ordentlich profilieren kann. Das Wahlvolk vergisst schnell.
5. Erhängen oder erschießen?!?
TSU0815 19.01.2011
CDU/FDP vs. SPD/Grüne ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich bin überzeugter Wähler der Sonstigen-Parteien, zu nennen wären hier z.B. "Die Freiheit" oder "Die Republikaner". Die etablierten Parteien sind für mich nicht wählbar, solange sie direkt auf die Abschaffung Deutschlands zusteuern!
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