Forsa-Umfrage: SPD verliert, Grüne gewinnen

Die Grünen klettern derzeit leicht in der Wählergunst: Laut Forsa liegen sie momentan bei 16 Prozent. Leichte Verluste muss die SPD hinnehmen - kaum Chancen räumen die Meinungsforscher einer neuen Anti-Euro-Partei ein.

Berlin - Die SPD fällt in der Gunst der Wähler leicht zurück. Im Wahltrend von "Stern" und RTL sind die Sozialdemokraten in dieser Woche um einen Punkt auf 24 Prozent gesunken. Die Umfrage, durchgeführt vom Institut Forsa, wurde vor der Präsentation des SPD-Wahlprogramms erhoben.

Die Grünen konnten sich in der Umfrage etwas verbessern: Sie stiegen um einen Punkt auf 16 Prozent. Stärkste Partei bleibt weiter die Union, der unverändert 40 Prozent der Wähler ihre Stimme geben wollen.

Auch die Werte der übrigen Parteien bleiben stabil: Die Linke erreicht acht Prozent, die FDP verharrt in der vor ihrem Parteitag in Berlin durchgeführten Umfrage bei vier Prozent, die Piraten stagnieren bei drei Prozent. Auf sonstige Parteien entfallen fünf Prozent.

Union und FDP haben demnach mit zusammen 44 Prozent einen Vorsprung von vier Punkten vor SPD und Grünen (gemeinsam 40 Prozent).

Der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland", die möglicherweise zur Bundestagswahl antreten will, gibt Forsa-Chef Manfred Güllner kaum Chancen. Dem "Stern" erklärte er, aktuell sagten zwar 23 Prozent der Deutschen, sie könnten sich vorstellen, eine solche Partei zu wählen. Doch dies sei nur ein Indikator für die in der Bevölkerung vorhandene allgemeine Unzufriedenheit.

"Sollte die Partei tatsächlich antreten, wird sie meiner Einschätzung nach lediglich ein Ergebnis erzielen wie einst die Initiative Pro DM. Die machte auch gegen den Euro mobil und trat bei der Bundestagswahl 1998 an. Sie holte damals knapp 0,9 Prozent der Stimmen und ist längst Geschichte", so Güllner.

Für die Umfrage wurden 2501 Bundesbürger vom 4. bis 8. März 2013 befragt.

amz

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insgesamt 139 Beiträge
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1. 4% ist gleich 0
EL2666 13.03.2013
Zitat von sysopDie Grünen klettern derzeit leicht in der Wählergunst: Laut Forsa liegen sie momentan bei 16 Prozent. Leichte Verluste muss die SPD hinnehmen - kaum Chancen räumen die Meinungsforscher einer neuen Anti-Euro-Partei ein. Forsa-Umfrage: SPD verliert, Grüne gewinnen, Union stagniert - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/forsa-umfrage-spd-verliert-gruene-gewinnen-union-stagniert-a-888529.html)
Demufolge kommt Schwarz-Gelb nicht auf 44%, sondern auf 40%. Oder glaubt jemand an gelbe Direktmandate?
2. optional
togral 13.03.2013
Moment mal, wieso rechnet man Prozente einer Partei dazu die nicht mal in den Bundestag käme???? Und warum ist die SPD in solchen Umfagen immer so schwach wenn sie ein Bundesland nach dem anderen geholt hat? Denen glaube ich nicht so weit wie ich die Kanzlerin werfen kann.
3. der Wähler schätzt es, betrogen werden
sarkasty 13.03.2013
Nachdem Claudia Roth (auf facebook) gestern erklären ließ, dass durch Fukushima und nicht durch den Tsunami 16 000 Menschen ums Leben kamen und vermutlich immer mehr Wähler glauben, das Reaktorunglück habe den Tsunami verursacht, wundert mich dieses Ergebnis nicht mehr. Diese vielen entsetzlichen Schicksale werden schamlos für eigene Parteiinteressen instrumentalisiert. Gibt es noch ein ekelhafteres Geschäft wie Politik? Diese unseligen Rattenfänger!
4. Was der werte Herr Güllner nicht bedacht hat
hassowa 13.03.2013
Die Situtation heute ist eine ganz andere als 1998. Damals glaubte man nur, dass der Euro den Bach runter geht - heute wissen wir es. Was die neue Alternative für Deutschland angeht, kann ich nur sagen: Hier in Karlsruhe rennen uns die Leute die Bude ein - die 2.000 Unterschriften für die Teilnahme an der BTW, die wir in BaWü brauchen, hole ich alleine hier in Karlsruhe. Problemlos! Für mich ist klar, dass Frau Merkel am Wahltag ihr alternativ-rot-blaues Wunder erleben wird.
5. Ok
Knacker54 13.03.2013
Bevor hier das Grünen-Bashing wieder losgeht: Das ist ok! Starke Grüne stehen für eine sinnvolle Energiewende, gerechte Strompreise, sozoale Gerechtigkeit und Natur-, Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Mindestlohn, von dem die Menschen leben können! - Kurz: Für eine andere Politik als das Gemurkse von Schwarz-Gelb! Die Menschen in Ba-Wü haben gezeigt, wie es geht!
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