Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident besucht deutsche Soldaten in Afghanistan

Kurzbesuch in Afghanistan: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Hindukusch eingetroffen. Die Sicherheitslage ist angespannt, erst im Mai detonierte ein Sprengsatz vor der deutschen Botschaft.

DPA

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht deutsche Soldaten in Afghanistan. Er und seine Frau Elke Büdenbender sind auf dem Flughafen von Masar-i-Scharif im Norden des Landes gelandet, teilte das Bundespräsidialamt mit. Die bislang letzte Reise eines Bundespräsidenten zu den deutschen Soldaten am Hindukusch war die Joachim Gaucks 2012.

Steinmeiers Besuch war aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt worden. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist zuletzt schlechter geworden, die radikalislamischen Taliban sind wieder erstarkt. Am 31. Mai war vor der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Kabul ein riesiger Sprengsatz detoniert und hatte mehr als 150 Menschen in den Tod gerissen.

Im Feldlager von Masar-i-Scharif forderte Steinmeier mehr Eigenanstrengungen Afghanistans. Diese seien nötig zur Verbesserung der Sicherheitslage und zur Befriedung des Konflikts mit den radikalislamischen Taliban.

Den deutschen Soldaten dankte er für ihren Einsatz. "Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie hier Großes leisten", sagte er. Ihre Arbeit ebenso wie die der Polizisten und zivilen Helfer verdiene Respekt und Anerkennung. Derzeit sind in Afghanistan noch etwa tausend deutsche Soldaten im Rahmen der Nato-Mission "Resolute Support" stationiert.

Anschließend flog Steinmeier weiter in die Hauptstadt Kabul. Dort will er mit Staatspräsident Aschraf Ghani und Regierungschef Abdullah Abdullah zusammentreffen.

ehh/dpa/AFP



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