Flugbereitschaft Steinmeier sitzt nach Flugzeugpanne erneut in Äthiopien fest

2014 strandete Frank-Walter Steinmeier noch als Außenminister wegen eines kaputten Flugzeugs in Äthiopien. Nun steckt der Bundespräsident schon wieder in dem Land fest - erneut wegen eines defekten Regierungsfliegers.

DPA

Bundeskanzlerin Angela Merkel kam zu spät zum G20-Gipfel nach Argentinien, Entwicklungsminister Gerd Müller strandete in Sambia - und die Pannenserie bei der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums reißt nicht ab.

Aktuell sitzt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf seiner Afrikareise in Äthiopien fest. "Der Regierungsflieger ist schon wieder kaputt", twitterte ARD-Journalistin Evi Seibert. Und fügte hinzu: "Noch ist die Laune gut."

Eigentlich hätte das deutsche Staatoberhaupt noch am Abend wieder in Berlin landen sollen. Doch der Regierungsflieger "Theodor Heuss" ist defekt. Aus dem Präsidialamt hieß es, es handle sich um ein "Druckluftproblem", das auf dem Flughafen von Addis Abeba behoben werden könne.

Hilfstriebwerk betroffen

An dem Airbus A340 ist nach SPIEGEL-Informationen ein Hilfstriebwerk defekt. Ein vergleichbares Problem hatte es mit der Maschine schon bei Steinmeiers bislang letzter Reise nach Südafrika gegeben.

Solch eine Panne dürfte binnen weniger Stunden überstanden sein. Die rund 55 Personen umfassende Delegation, die Steinmeier seit Sonntag begleitet, blieb dennoch vorerst im Hotel.

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Die deutschen Pannenflieger: Diese Politiker mussten zwischenlanden

Steinmeier war bereits 2014 als Außenminister wegen eines Defekts am Flugzeug stundenlang in Äthiopien festgesessen. Damals war im Regierungs-Airbus "Konrad Adenauer" Rauch ausgetreten.

planestream-Doku: Geht doch! Mit dem "Pannenairbus" nach Jordanien

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apr/mgb/dpa



insgesamt 85 Beiträge
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schnubbeldu 30.01.2019
1. Klarer Fall ...
... die Flugzeuge unserer Flugbereitschaft werden einfach zu wenig bewegt! Würden es "Linienflieger" sein, wären sie permanent im Einsatz und wenn mal dann eine Störung auftritt ist es "Routine". Aber bei unserer Flugbereitschaft sollte man sich überlegen, ob man nicht zukünftig mit der Gorch Fock Auslandsreisen antritt. :-)
fatherted98 30.01.2019
2. eventuell..
...nächstes mal einfach ne Maschine chartern. Kommt billiger im Unterhalt und die sind dann wenigstens gewartet und falls doch mal was ist, wird ein Ersatz geschickt.
kleinsteminderheit 30.01.2019
3. Kein Bedauern
In einer Zeit, in der bei der Bundeswehr kaum noch was rollt, schwimmt oder fliegt, ist es doch nur folgerichtig, dass die Flugbereitschaft auch keine Flugzeuge hat, die flugbereit sind. Es schadet gar nichts, wenn der eine oder andre Spitzenpolitiker mal wieder auf irgendeinem Flugfeld im Nirgendwo festhängt. So eine Pause schafft die Muße, sich darüber Gedanken zu machen, was man mit der Bundeswehr in den letzten Jahrzehnten angerichtet hat.
Retired 30.01.2019
4. Deutschland wird immer peinlicher
Kann nicht Äthiopien eine Maschine bereitstellen? BER, Stuttgart 21 (siehe gestern im ZDF - die Anstalt), Bundeswehr, Personal in Berlin usw. Wenn man mich im Ausland fragt wo ich herkomme, sage ich schon lange: "Munich, Bavaria".
Augustusrex 30.01.2019
5. Eigentlich zum Lachen,
wenn es nicht zum Heulen wäre. Ich war viele Jahre Leiter Instandhaltung CNC-Maschinen in einem großen Industriebetrieb. Es gibt tatsächlich das Phänomen, dass es bei einer Störung an einer Maschine in der Folge zu weiteren Störungen an der selben Maschine kommen kann. Ursachen dafür kann man nicht nennen, aber es passiert. Wenn aber an allen möglichen Maschinen immer wieder verschiedene Störungen auftreten, dann liegt das gewöhnlich an unzureichender vorbeugender Wartung oder an Schlamperei. Die letzte Möglichkeit wäre noch, dass die Kisten schrottreif sind. Dann wäre eine flotte Ersatzinvestition nötig. Der derzeitige Zustand jedenfalls ist unter aller Kanone.
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