Bundespräsident Steinmeier eröffnet Debatte um Gauck-Nachfolge

Soll Bundespräsident Gauck in zwei Jahren wieder als Kandidat für das höchste Amt im Staat antreten? Im SPIEGEL legt sich jetzt Außenminister Steinmeier fest.

Präsident Gauck vor dem Schloss Bellevue in Berlin: Hohe Zustimmungsraten
AP/dpa

Präsident Gauck vor dem Schloss Bellevue in Berlin: Hohe Zustimmungsraten


In zwei Jahren ist es erst soweit. Doch die Debatte, ob Bundespräsident Joachim Gauck ein zweites Mal für das höchste Amt im Staate antreten sollte, kommt schon jetzt in Gang. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) legt sich fest und wünscht sich eine zweite Amtszeit von Gauck. Auf die Frage, ob er sich selbst einmal vorstellen könnte, Bundespräsident zu werden, antwortete der Minister im SPIEGEL-Gespräch: "Ich habe eine klare Vorstellung, und das, was ich mir wünsche, ist, dass Joachim Gauck ein zweites Mal antritt."

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Heft 18/2015
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Gauck hatte sein Amt am 18. März 2012 übernommen, nachdem zuvor Christian Wulff zurückgetreten war. Seitdem hat sich Gauck einen respektablen Ruf erarbeitet, in bisherigen Umfragen zeigte sich eine Mehrheit der Deutschen mit seiner Amtszeit zufrieden. Würde Gauck im Frühjahr 2017 wieder antreten, wäre er 77 Jahre alt. Bereits im vergangenen Jahr hatte es in den Medien Spekulationen gegeben, dass Gauck bereit sei, für eine zweite Amtszeit in der Bundesversammlung zu kandidieren.

Allerdings hatte es zu Beginn dieses Jahres in der Koalition auch Stimmen gegeben, die sich Steinmeier als Bundespräsidenten vorstellen können. Darüber hatte SPIEGEL ONLINE berichtet.

Steinmeier war 2009 Kanzlerkandidat der SPD und am Ende Angela Merkel unterlegen. In der darauffolgenden Großen Koalition war er Außenminister, in der Zeit ab 2009 bis 2013 in der Opposition als SPD-Fraktionsvorsitzender.

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insgesamt 266 Beiträge
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Seite 1
aersun 25.04.2015
1. Abschaffen
Vieleicht sollte man das Amt bei der Gelegenheit gleich ganz abschaffen.
MrSpinalzo 25.04.2015
2. banal
"...in bisherigen Umfragen zeigte sich eine Mehrheit der Deutschen mit seiner Amtszeit zufrieden." Ich fürchte eher, der Mehrheit der Deutschen geht der Gauck am Hintern vorbei, um es mal platt zu formulieren. Und jetzt bin ich ja mal gespannt, ob der Herr Präsident sich zum Besuch seiner Liaison in Ravensbrück äußert und ob sie es war, die auf Protokoll bestanden hat.
rakatak 25.04.2015
3. So geht Politik ...
Interessant. Er dementiert ein Interesse an dem Amt nicht, schlägt aber einen mächtigen Konkurrenten, nämlich den amtierenden BuPrä, lange vor der Zeit für eine zweite Amtszeit vor. Die zu früh genannten Kandidaten verbrennen meist, eine Kandidatur für ihn aussichtsreich, wenn die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung das zulassen. So geht Politik ... ;o)
Frequent Traveller 25.04.2015
4. klar, Herr Wenigsager
dass sie es gerne haben wenn unser Praesidenten deutliche Worte findet, zu denen sie mit ihrer Angewohnheit viel zu reden aber wenig zu sagen nicht in der Lage sind. Aber mit ihrer Haltung zur zweiten Praesidentschaftperiode von Herr Gauck sind sie nicht alleine! Guter Vorschlag! Herr Gauck eine wahre Persoenlichkeit mit A...in der Hose!! Toll!! T'schuldigung fuer die Wortwahl :o)
hschmitter 25.04.2015
5.
Ich habe auch eine klare Vorstellung und die heißt erstens, braucht man kein Amt ohne entsprechende Macht und zweitens wenn schon dieses Amt wichtig sein soll, dann bitte jemand, der mehr außer nur "Freiheit" buchstabieren kann. Und bevor mir das jemand sagt - ich weiß es: meine Meinung ist nicht gefragt.
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