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Franz Müntefering zur Flüchtlingskrise: "Es wird nicht genug erklärt"

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DPA

Franz Müntefering

Ex-SPD-Chef Franz Müntefering kritisiert deutsche Politiker. Die redeten mit den Bürgern zu wenig über die Motive und Perspektive der Flüchtlingskrise, sagte er dem SPIEGEL. Sorgen macht er sich auch um seine Partei.

Der vormalige Vizekanzler und SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat deutliche Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung geübt.

In einem Interview mit dem SPIEGEL nannte er die Reaktion der Politik auf die Krise "eher unzureichend". (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Seine Begründung: "Es gibt keine Erzählung über das, was stattfindet. Es wird nicht genug erklärt, zur Lage, zu Motiven, zur Perspektive, zu Risiken, zu Chancen." Genau dies sei aber Aufgabe auch des Bundestages. Müntefering: "Es klärt sich nicht alles still, die offene Debatte ist anstrengend, aber nötig."

Sorgen macht sich der Ex-Vorsitzende um seine Partei, die SPD. Die Landtagswahlen hätten gezeigt, "wie wichtig Persönlichkeiten sind": "Für uns war Malu Dreyer ein Glücksfall." Daraus müsse die Partei "Schlüsse ziehen". Müntefering: "Die Zeit bis zur Bundestagswahl darf nicht verplempert werden."

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