Geschlechterkampf im Bundestag "Sind Frauen einfach zu blöd?"

Der Bundestag feiert die Frauenquote, doch zurück liegen Jahrzehnte voller Geschlechterkampf und Rollenklischees. Ein Blick in alte Parlamentsdebatten offenbart Kurioses.

Politikerinnen und Politiker nach der Frauenquoten-Abstimmung: "Ein historischer Schritt"
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Politikerinnen und Politiker nach der Frauenquoten-Abstimmung: "Ein historischer Schritt"

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Berlin - An diesem Sonntag, pünktlich zum Weltfrauentag, reist Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) nach New York. Dort will sie vor der Uno-Frauenrechtskommission eine längere Rede halten. Im Gepäck hat sie einen persönlichen Erfolg: In deutschen Aufsichtsräten wird erstmals eine Frauenquote verpflichtend, das Gesetz wurde am Freitag beschlossen.

In der schwarz-roten Koalition ist das Projekt umstritten, auch aus Teilen der Wirtschaft kommt Kritik. Für neuen Zoff dürfte auch das geplante Entgeltgesetz sorgen, das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen mindern soll.

Die SPD-Ministerin will sich die Quotenparty trotzdem nicht vermiesen lassen, sie spricht von einem "historischen Schritt". Doch bei allem Jubel vergisst man fast, wie lange Umbrüche wie diese eigentlich dauern.

Debatten über Kitaplätze, Familienförderung und Frauenkarrieren: Sie werden in der Politik zum Teil seit Jahrzehnten geführt. Der Kampf der Geschlechter zieht sich durch die Geschichte des Parlaments - von den prüden Fünfzigern über die wilden Siebziger bis heute.

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insgesamt 85 Beiträge
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karlsiegfried 08.03.2015
1. Wirklich keine anderen Sorgen
Europa und Deutschland erstickt an unlösbaren Prolemen. Aber die Frauenquote scheint in Deutschland das grösste Problem zu sein. Weiter so. Spätestens 2050 hat sich die Frauenquote erledigt. Dann haben wir andere Sorgen. Klima, Rentnerschwemme, Pflegeschwemme, Altersarmut en masse und , und, und.
darkblu2006 08.03.2015
2. Frauen sind nicht blöd,
sondern es fehlt den meisten diese Machtversessenheit die die Männer haben .Ausserdem kommt bei vielen Frauen die Familie vor der Karriere ...
e.pudles 08.03.2015
3. Ungleiche Gleichberechtigung
Heute ist Weltfrauentag. Und im Zeichen der Gleichberechtigung wann ist Weltmännertag????? Seit Jahren werden Frauen gefördert, das fängt schon in der Schule an, wo die Männer (Knaben) inzwischen eigentlich die Förderung nötig hätten. Bin definitiv kein Macho, aber eben für Gleichberechtigung
ice375 08.03.2015
4.
ich frage mich die ganze zeit ob die frauenquote eigentlich nicht gegen das algemeine gleichstellungsgesetz verstoesst weil die unternehmen jetzt ja gezwungen sind frauen zu bevorzugen ... ich mein entweder behandele ich wirklich alle gleich oder ich bevorzuge halt frauen .... beides geht irgendwie nicht
augennichttrauer 08.03.2015
5. Herbert Kriedemann 1960
Wie recht er doch hatte. Heute gilt es als selbstverständlich, dass man zu zweit arbeiten gehen muss und damit dem Staat schon ab frühester Kindheit den Zugriff auf die Kinder ermöglicht. Da die Profite der Industrie und die Vermögen der Reichen immer weiter steigen, die Vermögensentwicklung bei der Gesamtbevölkerung jedoch zurückgeht, zeigt sich das wahre Gesicht unserer gegenwärtigen Politik. Was ist denn daran so schlimm, wenn sich mit Zeit um Kinder und Familie gekümmert werden kann?
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