Angriff von Vermummten AfD-Chefin Petry mit Fruchtsaftbeuteln attackiert

Eine junge Frau trat an den Tisch im Göttinger Restaurant und fragte: "Sind Sie Frauke Petry?" Kurz darauf stürmten drei Vermummte das Lokal, die AfD-Chefin überstand den Angriff unverletzt.

Frauke Petry: "Niederträchtiger Versuch"
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Frauke Petry: "Niederträchtiger Versuch"


Drei Vermummte haben die Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, in einem Lokal in Göttingen attackiert. Die Angreifer warfen nach Angaben von Parteisprecher Christian Lüth am Mittwoch den Tisch um, an dem Petry mit einem Journalisten saß, sodass sie zu Boden ging. Anschließend hätten die Vermummten die rechtskonservative Politikerin mit Beuteln mit Fruchtsaft beworfen.

Dem Sprecher zufolge war vor der Attacke eine junge Frau an Petry herangetreten und hatte gefragt: "Sind Sie Frauke Petry?" Als diese die Frage bejahte, soll die Frau sie beschimpft haben und dann verschwunden sein. Kurz darauf stürmten die Vermummten in das Lokal. Sie riefen nach Angaben des Sprechers: "Nazis raus!"

"Dieser brutale Versuch, die Meinungsfreiheit mit Gewalt einzuschränken, ist niederträchtig", sagte Petry. Linksextreme Gewalt werde von den etablierten Parteien verharmlost. Petry ist Landesvorsitzende der Alternative für Deutschland in Sachsen und gehört dem Bundesvorstand an.

brk/dpa



Forum - Diskussion über diesen Artikel
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fortelkas 27.05.2015
1. Petry mit Fruchtsaftbeuteln attackiert
Frau Petry weiß es natürlich schon ganz genau: Es ist die linke Gewalt in diesem unserem Land gewesen. Einfach lächerlich! Dieser Organisation, in der sie gern die Macht übernehmen möchte, wird, auch in den Medien, einfach zu viel Aufmerksamkeit gewidmet. Ich hoffe, dass sie das politische Schicksal der Piraten ereilt! Erwin Fortelka
kimba_2014 27.05.2015
2.
Egal, wie man zur AfD steht, ich hoffe es ist Konsens unter Demokraten, dass man so etwas nicht stillschweigend gutheisst oder gar offen mit Applaus unterstützt. Erst vor einigen Wochen wurde Bernd Lucke ebenfalls in einem Zug bedroht und beschimpft. Scheinbar soll hier durch eine linksextreme Klientel ein Klima der Angst und Einschüchterung geschaffen werden. Wer so etwas tut und sich dann auch noch für den Gerechten hält, der hat nichts aus der Geschichte gelernt. Es ist Zeit, den Kampf gegen Extremismus jedes Art zu führen, nicht nur gegen Rechtsextreme.
TomTheViking 27.05.2015
3. würde das irgendeinem anderen Politiker passieren
Dann würde jetzt der Generalbundesanwalt ermitteln. Ich finde es dermaßen dämlich und auch verbrecherisch mit Gewalt seine kleingeistigen Welt darzustellen. Es ist nicht der erste Anschlag auf Mitglieder der AFD und es werden Restaurant- und Saalbesitzer erpresst - auf das diese ja nicht an die AFD vermieten. Man droht dann halt unterschwellig mit der Demolierung des Ladens. Mit beiden Arten von Kriminalität wurden wir auch in Mecklenburg-Vorpommern bereits mehrmals konfrontiert. Ermittlungen? Fehlanzeige! Linksfaschistoides Gebahren aus Mangel an Rückhalt in der Bevölkerung nenne ich so etwas.
LouisWu 27.05.2015
4.
Sie hat recht. Wäre Claudia Roth in der gleichen Situation z.B. Opfer von Rechtsextremen gewesen, dann hätte es Lichterketten und empörte Artikel gegeben. Zu einer Demokratie gehören sowohl rechte wie auch linke Standpunkte. Sobald eine Seite versucht, die andere gewaltsam zu unterdrücken, haben wir keine Demokratie mehr, sondern eine Diktatur. Leider ist die Freiheit der politischen Meinung mittlerweile einen feuchten Dreck wert in unserer Bananenrepublik..
Teigkonaut 27.05.2015
5. fast zwangsläufig
Ich denke es ist ein Ergebnis des politischen Klimas in diesem Land. Frau Petry muss man nicht zustimmen aber die mediale Stimmungsmache motiviert dann Leute zu solchen Aktionen.
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