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Panne in Freiburg: Behörden stellen Test-Wahlergebnisse online

Wahlamt für Briefwahl in Freiburg Zur Großansicht
DPA

Wahlamt für Briefwahl in Freiburg

Die Ergebnisse zweier Wahlkreise im Internet, bevor die Abstimmung überhaupt begonnen hat? Eine Behördenpanne in Freiburg ruft Spötter und Verschwörungstheoretiker auf den Plan.

Die Stadt Freiburg im Breisgau hat sich einen peinlichen Fehler bei der Vorbereitung auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg geleistet. Am Freitag waren über das Statistikportal der Stadt die Ergebnisse zweier Wahlkreise abrufbar. Die Ergebnisse von 187 Wahlbezirken waren dort dokumentiert, wie die "Badische Zeitung" berichtet.

In Wahlkreis 46 (Freiburg Stadt) lag Klaus Schüle von der CDU vorn (34,1 Prozent), im Wahlkreis 47 (Freiburg II) die Grüne Edith Sitzmann mit 31,5 Prozent.

Ein Fehler, versicherte die Stadt. Die Zahlen seien zufällig generiert worden und für interne Techniktests vorgesehen gewesen, sagte ein Stadtsprecher. Versehentlich seien sie aber im Internet veröffentlicht worden. Demnach wurden Ergebnisse der Wahl von 2006 benutzt, teilweise aber anderen Parteien zugerechnet oder anders umgerechnet.

Offenbar wurde vergessen, die Daten für die App-Version des Statistikportals zu löschen. Mit Wahlbetrug habe das nichts zu tun, sagte der Sprecher. "Es gibt keine Verschwörung, es war ein technischer Fehler durch menschliches Versagen."

Die NPD in dem Bundesland ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, auf vermeintliche Mauscheleien hinzuweisen. "Seht [sic] das Ergebnis der Landtagswahl in Freiburg etwa schon fest? Ein Schelm, der Böses dabei denkt!", schrieb die rechtsextreme Partei auf Facebook.

Auch auf Twitter gab es einige Nutzer, die eine Wahlfälschungsverschwörung witterten. Es gab aber auch Kommentare, deren Verfasser sich über den Behördenlapsus lustig machten.

ulz/dpa

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insgesamt 81 Beiträge
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1. ich tippe mal...
clockwork-orange 13.03.2016
...dass das die Ergebnisse der aktuellen Briefwahlen sind.
2. Wirklich lustig wird es erst
mwroer 13.03.2016
falls die Wahlergebnisse tatsächlich so ausfallen wie die veröffentlichten Testdaten. Vielleicht kann jemand die Wahrscheinlichkeit ausrechnen :) Pannen passieren, wie man daraus eine Verschwörung ableiten kann ist mir schleierhaft.
3. Testwahl vorgeschrieben
lomilux 13.03.2016
Alles halb so wild... Es handelt sich wirklich um eine reine Testwahl, die jede Gemeinde mit 2 Wahlbezirken durchzuführen hat. Eintragen kann man dort an Zahlen was man will! Ein absolut normaler Vorgang. Auch das Testen der Onlinepräsenz ist ein normaler Vorgang, den jede Verwaltung zur Sicherheit durchführt. Es wurden also wirklich nur die Zahlen nicht wieder gelöscht, was bei dem Stress, den die Verwaltungen im Vorfeld einer Wahl haben, auch verständlich ist.
4. Pannen
Abronzius 13.03.2016
jedenfalls kann man die Praeferenzen der jeweiligen Wahlbeamten ablesen:In Koeln, Bremen und HalleSaale hat dies zu Wahlfaelschungen zum Nachteil der Afd, der CdU im Koeln,der Linken in Halle-Reideburg und immer zum Vorteil derSPD gefuehrt.Staatsanwaltliche Ermittlungen unbekannt.
5. das
gehirngebrauch 13.03.2016
ist keine panne oder fehler, das ist absicht und müsste in einer demokratie eigentlich sofort den staatsanwalt auf den plan rufen. das stinkt nämlich richtig nach wahlfälschung und betrug.
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