Nach Bayernwahl Aiwanger will mit Freien Wählern auch im Bund angreifen

In Bayern sitzen die Freien Wähler wahrscheinlich bald in der Regierung. Doch Parteichef Hubert Aiwanger hofft schon auf den nächsten Coup.

Hubert Aiwanger
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Hubert Aiwanger


Das Selbstvertrauen bei den Freien Wählern (FW) könnte derzeit wohl kaum größer sein. Auf 11,6 Prozent konnte die Partei ihr Ergebnis bei der Bayern-Wahl steigern. Jetzt winkt erstmals der Einzug in die Landesregierung. Die Koalitionsverhandlungen mit der CSU laufen.

Allein: Es ist bislang ein sehr bayerischer Erfolg. Bundesweit spielten die FW bislang kaum eine gewichtige Rolle. Parteichef Hubert Aiwanger will das nun ändern - und den politischen Schwung aus seiner Heimat nutzen. "Wir wollen neben Bayern natürlich auch in andere Bundesländer und in den Bundestag", sagte Aiwanger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das Potenzial für den Einzug in den Bundestag haben wir auf jeden Fall."

Landtagswahl Bayern 2018

Vorläufiges Endergebnis

Gesamtstimmenergebnis
Anteile in Prozent
CSU
37,2
-10,5
SPD
9,7
-10,9
Freie Wähler
11,6
+2,6
Grüne
17,5
+8,9
FDP
5,1
+1,8
Die Linke
3,2
+1,1
AfD
10,2
+10,2
Sonstige
5,4
-3,3
Sitzverteilung
Insgesamt: 205
Mehrheit: 103 Sitze
22
38
27
11
85
22
Quelle: Landeswahlleiter

Sollte die große Koalition in Berlin vorzeitig scheitern, könnte seine Partei die Fünfprozenthürde überwinden, zeigte sich Aiwanger optimistisch. "Wenn wir genügend Zeit hätten für einen guten Wahlkampf, könnte uns das in den Bundestag tragen."

Zunächst sei es aber das Ziel, am Sonntag in Hessen in den Landtag einzuziehen, sagte Aiwanger: "Wir setzen auf alle Wähler, die unzufrieden sind mit den etablierten Parteien und erkennen, dass die AfD als radikale Partei eben auch keine Alternative ist - schon gar keine koalitionsfähige Alternative." Allerdings waren die Freien Wähler in Umfragen zur Hessenwahl bislang weit vom Einzug in den Landtag entfernt.

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kev/AFP



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