CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer Kein Platz für Merz

Minister im Kabinett Merkel? Hat Friedrich Merz ausgeschlossen. Und auch in der CDU wird der im Kampf um den Parteivorsitz Unterlegene keine formale Rolle spielen. Es bleibt nur: eine Expertenkommission.

Merz, Kramp-Karrenbauer
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Merz, Kramp-Karrenbauer


Friedrich Merz wird keine offizielle Funktion in der Partei übernehmen. Das ist das Ergebnis mehrerer Telefongespräche, die Merz nach SPIEGEL-Informationen in dieser Woche mit CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geführt hat. Auch die "Welt" hatte darüber berichtet.

Merz werde sich am Prozess um das Grundsatzprogramm beteiligen und sich auch zu den Themen Außen- und Sicherheitspolitik äußern, hieß es. Eine formale Rolle werde er aber nicht spielen.

Der frühere Fraktionschef soll lediglich Mitglied einer Expertenkommission aus Wirtschaft und Wissenschaft werden, die seit einiger Zeit die CDU-Spitze berät. Kramp-Karrenbauer äußerte sich auf Twitter zur künftigen Rolle Merz':

Merz hatte auf dem CDU-Parteitag im Dezember für den Vorsitz der CDU kandidiert. Er verlor im zweiten Wahlgang knapp gegen Kramp-Karrenbauer. Mehrere Unterstützer aus der CDU hatten daraufhin gefordert, ihn in die Parteiarbeit einzubinden.

Merz schloss gegenüber Vertrauten aus, unter Angela Merkel ein Ministeramt zu übernehmen. In einem Interview hatte kurz vor Weihnachten die Bereitschaft bekundet, ins Kabinett einzutreten.

Das gelte ausdrücklich nicht für Merkel, sagte er nun im kleinen Kreis.



insgesamt 89 Beiträge
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dr.könig 10.01.2019
1. viel heisse Luft bei Friedrich Merz
Das Aktienprogramm zur Altersvorsorge für Rentner zeigte über Friedrich Merz an, wohin die Reise geht. Was Walter Riester damals für die Versicherungswirtschaft an Profit begründete, das bringt Herr Merz an der Börse. Wirtschaftlichen Sachverstand hat er bisher noch nicht bewiesen. Sein überhebliches Grinsen ist ein Zeichen von Arroganz, mehr nicht.
Elrond 10.01.2019
2. Friedrich Merz
sollte erkennen, dass er unterlegen ist. Jetzt als Minister oder sogar Kanzlerkandidat agieren zu wollen wäre mehr als vermessen und respektlos gegenüber der Partei, so nach dem Motto, was kümmert mich der Parteivorsitz, ich will Kanzler werden. Nein, der politische Zug für Merz ist abgefahren.
lupo44 10.01.2019
3. es ist ausgesprochen Schade das so ein Mann .....
der jetzigen Politik nicht zur Verfügung stehen soll.Was wäre denn gewesen wenn er die Wahl gegen AKK gewonnen hätte? Wäre das so schlecht für Deutschland gewesen ? Nur weil Frau Merkel irgend welche Vorbehalte gegen Herrn Merz hat aus alten Tagen vor mehr als 10 Jahre. Sie ist doch sonst Großzügiger gegenüber solchen die ihr früher übel mit gespielt haben Denken wir nur an Herr Tschipas .Dieser Mann ist nur an die Macht gekommen in Griechenland weil er damals eine "Anti-Merkel Politik durchgesetzt hat. Er hat Verunglimpfungen und Schreckenzsenarien über die deutsche Bundeskanzlerin zugelassen sondersgleichen.Heute sind Sie die besten Freunde.Also da muss schon sehr viel Problematik drin stecken zwischen Merz und Merkel.Wir werden es nie erfahren.
3e8v7r 10.01.2019
4. Erledigt
Damit hat sich die Personalie Friedrich Merz wohl endgültig für die CDU und das Land erledigt. Gut so.
leserandreas 10.01.2019
5. Jetzt ist es auch mal gut...
Was, um Himmels Willen, ist an diesem Expolitiker so wichtig, dass er nach einer demokratischen Niederlage und dem selbst entschiedenen Verzicht auf offizielle Funktionen derart hofiert werden muss?
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