Neuer Posten Merz soll Vizechef des CDU-Wirtschaftsrats werden

Friedrich Merz hat eine neue Aufgabe gefunden. Der Ex-Unionsfraktionschef soll Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden. Die Erwartungen an ihn sind hoch.

Friedrich Merz
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Im Dezember scheiterte er knapp bei dem Versuch, Angela Merkel im CDU-Vorsitz zu beerben. Danach signalisierte Friedrich Merz, er könne sich ein Ministeramt vorstellen. Auch daraus wurde nichts, ihm blieb nur die Rolle als informeller Berater der neuen Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Nun aber bekommt Merz wohl doch noch einen offiziellen Job: Der 63-Jährige soll Vizepräsident des Wirtschaftsrats der CDU werden, einer Vorfeldorganisation der Partei.

Eine Sprecherin des Wirtschaftsrats bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Demnach will die designierte Chefin der Organisation, Astrid Hamker, Merz den Gremien am 11. April und der Delegiertenversammlung auf dem Wirtschaftstag am 4. Juni vorschlagen. Er sei bereit, für den Posten zu kandidieren.

Merz erfülle damit eine große Erwartungshaltung. "Der Wirtschaftsflügel repräsentiert viele der rund 49 Prozent der Delegierten, die Friedrich Merz beim CDU-Parteitag gewonnen hat", sagte Hamker der "Bild"-Zeitung mit Blick auf den knappen Ausgang der Stichwahl zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer. "Deshalb erwarte ich eine große positive Resonanz." Der Wirtschaftsrat hatte Merz bei dessen Kandidatur zum Parteivorsitz unterstützt.

Der Wirtschaftsrat der CDU hat nach eigenen Angaben rund 12.000 Mitglieder und definiert sich als "Plattform zur Mitgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards". Er finanziert sich eigenen Angaben zufolge ausschließlich durch die Beiträge der Mitglieder. Der Wirtschaftsrat ist keine offizielle Teilorganisation der Partei.



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insgesamt 35 Beiträge
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Seite 1
kuac 06.03.2019
1.
Die CDU braucht noch einen Berater? Wozu würde er denn raten? Senkung der Unternehmersteuer, weitere Deregulierungen und Lohnsenkungen der Arbeitnehmer. Umweltschutzmaßnahmen müssen auch reduziert werden. Das ist Wirtschaftspolitik a la Trump oder Bolsonaro.
spon-42v-b0t0 06.03.2019
2. Abstellgleis
Ob er seine Kompetenzen so billig auf dem Abstellgleis hergibt?
marialeidenberg 06.03.2019
3. Vizechef des CDU-Wirtschaftsrats, immerhin
hört sich das besser an als Cheflobbyist. 'Berater' hat seit neuesten ein verstärktes Geschmäckle, aber was macht der WirtschaftsRAT den anderes als beraten?
n.wemhoener 06.03.2019
4.
Zitat von kuacDie CDU braucht noch einen Berater? Wozu würde er denn raten? Senkung der Unternehmersteuer, weitere Deregulierungen und Lohnsenkungen der Arbeitnehmer. Umweltschutzmaßnahmen müssen auch reduziert werden. Das ist Wirtschaftspolitik a la Trump oder Bolsonaro.
Seinen Rat kann man abrufen auf der Arbeitgeberplattform INSM !
Patrik74 06.03.2019
5. Interessant
---Zitat--- Der Wirtschaftsrat der CDU hat nach eigenen Angaben rund 12.000 Mitglieder und definiert sich als "Plattform zur Mitgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards". ---Zitatende--- Und was genau qualifiziert nun einen hardcore-neoliberalen für den Job?
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