+++ G20-Newsblog +++ Anti-G20-Demonstranten formieren sich nach Ausschreitungen neu

Unter dem Motto "Welcome to Hell" hatten G20-Gegner zu einer Demonstration in der Hamburger Innenstadt aufgerufen. Die Polizei stoppte den Zug. Jetzt entstehen neue - und auch neue Konflikte. Alle Entwicklungen im Newsblog.

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Liebe Leserinnen und Leser, das war es fürs erste in diesem Newsblog. Unsere Reporter gehen allmählich nach Hause. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht, alle weiteren Entwicklungen der kommenden Stunden und Tage können Sie bei uns verfolgen. Als Lesestoff vorm Schlafen legen wir Ihnen noch diesen aktuellen Text ans Herz: 

Zusammenstöße zwischen Polizei und G20-Gegnern: Das ist der Gipfel - SPIEGEL ONLINE - Politik

SPIEGEL ONLINEEine geplante Großdemonstration gegen den G20-Gipfel endet in Chaos und Gewalt. Polizei und Teilnehmer beschuldigen sich gegenseitig der Eskalation. Am Ende werden es diese Bilder sein, die von Hamburg haften bleiben.
 
Gute Nacht!
 
 
 
Laut Polizei wurden bei den Auschreitungen bislang mindestens 74 Beamte verletzt, etwa 60 davon leicht. Wie viele Demonstranten und Unbeteiligte Verletzungen erlitten, ist nach wie vor nicht bekannt.
Demonstranten baden im Strahl eines Wasserwerfers. Laut Polizei sind in Teilen der Hamburger Innenstadt Randalierer unterwegs, die für erhebliche Sachschäden verantwortlich sein sollen. (Foto: dpa)
 
Der an der Reeperbahn neugebildete Demonstrationszug soll nach Angaben der Polizei aus etwa 8000 Demonstranten bestehen. Augenzeugen berichteten, die Kundgebung, die unter dem Namen "Recht auf Stadt und gegen Polizeigewalt" neu angemeldet worden sei, verlaufe weitgehend friedlich.
Schauspieler Sky du Mont hat heute Abend beim Alternativgipfel zu G20 an der Garderobe mitgearbeitet. Eigentlich hatte der 70-Jährige an einer Veranstaltung zum Thema Rassismus teilnehmen wollen, doch wegen Straßensperrungen kam er zu spät. "Da wurde ich so sauer, dass ich gesagt habe, dann helfe ich hier arbeiten", sagte er der dpa. "Man muss ja Flagge zeigen, finde ich."
Im Schanzenviertel häufen sich nach Angaben der Polizei die Übergriffe auf Geschäfte und Beschädigungen an Autos.
Die Veranstalter der "Welcome to Hell"-Demo werfen der Polizei ein unverhältnismäßiges Vorgehen vor. Wie mit der Polizei abgesprochen hätten sie Demonstranten aufgefordert, ihre Vermummung abzulegen, doch die Polizei sei schon währenddessen massiv gegen Protestierende vorgegangen.
Demonstranten verrücken Straßensperren. (Foto: Reuters)
Der Aufzug aus der Hafenstraße befindet sich auf der Reeperbahn. Er wurde jetzt angehalten, weil vermummte Personen darin sind.
#G20HAM17
Jetzt setzt die Polizei auch auf dem Pferdemarkt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein.
Nach Angaben der Veranstalter der "Welcome to Hell"-Demo sind zahlreiche Teilnehmer durch den Einsatz von Schlagstöcken verletzt worden. Berichte über einen angeblich lebensgefährlich Verletzten können derzeit weder die Organisatoren der Proteste noch Behörden bestätigen.
Der Aufzug aus der Hafenstraße bewegt sich jetzt durch die Helgoländer Allee in Richtung Reeperbahn.
#G20HAM17
Wie nehmen eigentlich jene Hamburger der Gipfel-Trubel wahr, die weder als Demonstranten noch in ihrem Beruf damit zu tun haben? Unsere Reporterin Heike Klovert hat einige von ihnen getroffen. Hier geht es zu ihrem Text. (Foto: Chris Grodotzki / jib collective)
 
SPIEGEL-ONLINE-Reporter Steffen Lüdke ist derzeit an der Hafenstraße. Dort habe die Polizei Demonstranten erneut gestoppt und aufgefordert, die Straße zu räumen - sonst werde sie Wasserwerfer und Schlagstöcke einsetzen. Die "Welcome to Hell"-Demo sei schließlich bereits beendet. Die Reaktion der Demonstranten: "Wir sind friedlich, was seid ihr?"
Während die Lage auf Hamburg Straßens unübersichtlich ist, bereiten sich hinter den Kulissen die Staats- und Regierungschefs auf die G20-Sitzungen vor. Interessant dürfte unter anderem das Aufeinandertreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan werden.

Erdogan auf dem G20-Gipfel: Der Türsteher ist da

Just vor dem G20-Gipfel beschimpft Präsident Erdogan Deutschland erneut. Trotzdem wird Kanzlerin Merkel ihn bei Laune halten: Sie glaubt, auf die Türkei angewiesen zu sein - als Bollwerk gegen Flüchtlinge.
Wasserwerfer vs. Bierflasche: Noch immer liefern sich Demonstranten und Polizisten Gefechte in der Stadt. (Foto: AFP)
12.000 Demonstranten, vier Stunden und vier Minuten und zwei schwarze Blöcke, so fasst die Polizei die vorzeitig abgebrochene "Welcome to Hell"-Demo zusammen. Autonome hätten Polizisten mit Flaschen, Stöcken, Eisenstangen und Latten angegriffen, diese hätten sich mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken verteidigt. Wie viele Menschen verletzt oder festgenommen worden seien, könne man noch nicht sagen.
Vor dem Oberverwaltungsgericht Hamburg haben G20-Gegner eine weitere Niederlage hinnehmen müssen: Die Richter haben eine Beschwerde der Dauermahnwache "Sleep in - Schlafen gegen Schlafverbote" zurückgewiesen. Die Aktivisten dürfen weiterhin nur zehn symbolische Zelte aufstellen, die jederzeit offen und zugänglich sein müssen. In den vergangenen Tagen hatte die Polizei auf der Grundlage behördlicher Anordnungen mehrere Schlaflager von Aktivisten aufgelöst.
Szene vom Fischmarkt: Demonstranten stellen sich einem Wasserwerfer entgegen. (Foto: Getty Images)


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kwoik 06.07.2017
1. @ Gabriel
Natürlich ist Kommunikation wichtig, aber nicht nur die fetten 20 und wenn die großen 20 warum in einer Stadt wie Hamburg? Warum nicht wie früher auf einer Insel oder einem Kreuzfahrtschiff. Da passen 4500 Menschen drauf, das sollte reichen. Aber so ist es einfach nur unnötige Geld und Ressourcen Verschwendung. Vor allen Dingen wo jetzt schon feststeht das am Ende nichts bei rum kommt.
fatherted98 06.07.2017
2. naja...
...der Zusammenhang ist ja ziemlich offensichtlich. Der Schluss der aus solchen Anschlägen gezogen werden muss ist allerdings ernüchternd....Deutschland ist kein sicheres Land mehr, ob von rechts oder links oder Islamischer Seite....Terror, Anschläge, Übergriffe, Kriminalität all überall. Das Polizei durchaus in der Lage ist dem Paroli zu bieten sieht man jetzt in Hamburg...nur da gehts halt nicht um den einfachen Bürger der geschützt werden soll....sondern um ein paar "Großkopferte"....dann geht natürlich alles....wenn der Bürger auf die Wache kommt wird er erst mal 1-2 Stunden sitzen gelassen....da verzichten die Meisten schon deshalb auf eine Anzeige....letzlich macht es eh keinen Sinn...denn nach 4 Wochen bekommt man einen Schrieb das Verfahren eingestellt wegen "ist nicht". Im Falle des Porschezentrums wird da sicher anders und mit höherer Motivation ermittelt....sicherlich auch ein Grund warum in Hamburg so viele auf die Straße gehen....der Unterschied zwischen oben und unten und die Ungleichbehandlung bei Behörden wird immer frapierender.
KarK 06.07.2017
3. Oh
Also ich hätte jetzt ja gesagt, dass der Brandstifter die Schuld hat, aber was weiß ich schon. Aber immerhin war es nicht die AfD. Oder Trump. Obwohl ...
brotfresser 06.07.2017
4. Das Gelände ist doch bestimmt Kamera überwacht.
Dann sollte das ja kein Problem für eine gute Polizei sein. Falls es die Kameras nicht gibt, wäre das sher seltsam. Also was soll die (vor)schnelle Schuldzuweisung der Polizei. Die soll ihre Ermittlungsarbeit machen und keine Vermutungen anstellen. Auch die Presse sollte vorsichtig sein. Mit gleichen Recht könnte man behaupten, dass dies verdeckte Ermittler der Polizei warenAlso: solide Polizeiarbeit ist gefragt und keine Agitation.
geirröd 06.07.2017
5. Genau.. erst Nachdenken...
... die Polizei ist gegen Störer vorgegangen, die sich nicht an die Regeln halten können. Leute, die ein grundlegendes Problem mit Autorität und Gesetzen haben, sich aber auf selbige gerne berufen, wenn es Ihnen in den Kram passt. Es gibt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten als Bürger! Die Polizei hat sich weder verfassungsfeindlich verhalten, noch Eskalation provoziert. Wer sich vernünftig verhält, hat auch nichts zu befürchten.
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