G20-Gipfel in Hamburg Wo Trump absteigt

Trump, Putin, Xi, Erdogan, Macron und und und: Zum G20-Gipfel kommt die internationale Polit-Prominenz nach Hamburg, mitsamt Entourage. Die Luxushotels der Stadt sind ausgebucht. Wer wird wo wohnen?

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Hamburgs Hotels sind an Wochenenden den Ansturm von Touristen gewohnt. Doch der G20-Gipfel Anfang Juli wird selbst für stresserprobte Hoteliers zur Herausforderung. Wenn die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer mit ihrer teils mehrere hundert Mitglieder umfassenden Gefolgschaft in die Hansestadt kommen, werden Unterkünfte knapp. Sämtliche Spitzenhotels sind ausgebucht.

US-Präsident Donald Trump musste sich bereits ein Ausweichquartier suchen. Er kommt Medienberichten zufolge während des Gipfels im Gästehaus des Senats unter. Offiziell bestätigen will dies niemand. "Das Gästehaus steht für Staatsgäste zur Verfügung", heißt es lediglich bei der Pressestelle des Senats. Die klassizistische Villa könnte sich unter Sicherheitsaspekten anbieten. Denn sie liegt auf einer Landzunge - auf einer Seite mit Aussicht auf die Außenalster und auf der anderen direkt an einem Gewässer namens Feenteich.

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G20-Gipfel in Hamburg: Wer wohnt wo?

Das Gebäude kann von US-Sicherheitskräften und Polizei womöglich besser geschützt werden als ein Hotel in der Innenstadt, wo mit Krawallen von Gipfel-Gegnern gerechnet wird. Auf der anderen Alsterseite im US-Generalkonsulat soll einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge Trumps Stab untergebracht werden.

Darüber, wo die Staatsgäste während des Gipfels übernachten werden, hüllen sich die Hoteliers in Schweigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll in Hamburgs Vorzeigeadresse Atlantic Kempinski wohnen.

Auch das Bundespresseamt in Berlin verrät nicht, wo die Staats- und Regierungschefs untergebracht sind. "Das Auswärtige Amt unterstützt die Delegationen bei der Hotelsuche", sagte ein Sprecher lediglich. Die Buchung sei Sache der jeweiligen Delegation.

Videoanimation zu den Hamburger Brennpunkten zu G20:

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Das Luxushotel Vier Jahreszeiten will weder bestätigen noch dementieren, dass der saudische König Salman das komplette Hotel für sich gebucht hat. Laut "Hamburger Abendblatt" haben sich die Saudis sämtliche 156 Zimmer und Suiten gesichert. Weil die Delegation, zu der auch der neue Kronprinz Mohammed bin Salman gehören soll, aus mehreren Hundert Personen bestehe, habe das Königshaus zudem noch Räume in zwei weiteren Hotels der Stadt gebucht, berichtete die Zeitung.

Die chinesische Delegation mit Präsident Xi Jinping wird im Grand Elysee an der Rothenbaumchaussee unterkommen. "Wir dementieren das nicht", sagte eine Hotelsprecherin. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wiederum wohnt Berichten lokaler Blätter zufolge während des Gipfels im Sofitel unweit des Rathauses.

Russlands Präsident Wladimir Putin teilt sich laut "Hamburger Morgenpost" das Park Hyatt mit Kanadas Premier Justin Trudeau. Von dem Fünfsternehotel in Hamburgs Zentrum ist es ebenfalls nicht weit zur Alster. Zu Fuß werden die beiden dorthin wegen der Sicherheitsauflagen aber wohl nicht schlendern dürfen.

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Einen kurzen Weg zueinander haben auch Großbritanniens Premierministerin Theresa May, Indiens Ministerpräsident Narendra Modi, Brasiliens Präsident Michel Temer und Premierminister Nguyen Xuan Phuc aus Vietnam. Sie wohnen den Berichten zufolge gemeinsam im Hotel Reichshof nahe dem Hamburger Hauptbahnhof. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron steigt demnach im Mövenpick im Schanzenpark ab. Damit übernachtet er in unmittelbarer Nähe des Gipfeltreffens in den Messehallen.


Umfragen zum G20-Gipfel

wit/Reuters

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chiefseattle 25.06.2017
1. falscher Platz
Warum die 20 mit riesiger Entourage einfliegen (vor allem die Saudis!), kann ich mir gar nicht erklären. Wer spricht denn da mit wem? Wird nur gekungelt und gegessen? Ein einsamer Flugzeugträger im Südpolarmeer wäre angebrachter, als Millionen Hamburger völlig unnötig zu belästigen!
theos001 25.06.2017
2.
Wenn schon Umfragen unter den Text, dann bitte neutralen Weg aufzeigen "damit ihre stimme wirklich zählt". FB ist weder neutraler Boden, noch haben alle Stimmberechtigten einen Account bei dem Netzwerk. Ich habe abgestimmt, aber ich werde mir keinen Acc anlegen nur damit meine Stimme "zählt". Das tut sie auch so SPON ;)
mainhattan 25.06.2017
3. ooohhhh
Die Saudies haben das ganze Hotel gemietet. Das sieht erst mal nach einem guten Geschäft aus! Mal sehen, wie hoch die Renovierungskosten am Ende sind........
isar56 25.06.2017
4. Man lese
von Asli Erdogan "Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch" Danach kann Jede/r selbst darüber nachdenken, ob Erdogan (nicht verwandt mit ihr) als Mörder bezeichnet werden darf. Was macht der beim G 20 und wozu dient diese Veranstaltung, rechtfertigen die bisherigen Ergebnisse diese unsinnigen Kosten und die Besetzung einer Großstadt? "Not in my name." Ich hoffe auf millionenfache friedliche Proteste. Leider kann ich wegen meines betagten Vaters die Reise in den hohen Norden nicht antreten . Bleibt friedlich, gebt "Denen" nichts an die Hand, womit sie die Proteste abtun können, als "linke Spinnerei" oder "kriminelle Machenschaften." Beste Grüße und toi toi toi
M. Vikings 25.06.2017
5. Schöne Aussicht 26 für Trump.
Schöne Aussicht 26 ist die Anschrift Gästehauses des Senats. Eine Seite liegt direkt am Feenteich. Feenteich 20 ist die Anschrift des Generalkonsulats des Russischen Generalkonsulats. Um sich mit dem russischen Generalkonsul zu verabreden, muss er nur sein Fenster aufmachen und laut brüllen. Wissen wir, kann er ja. Telefon abhören zwecklos. Beide Gebäude liegen im schönen Hamburger Stadtteil Winterhude. "Rückt den Bossen auf die Bude, für ein freies Winterhude."
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