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Treffen in Elmau: G7-Gipfel kostete 112,64 Millionen Euro

Schloss Elmau: G7-Gipfel vor malerischer Kulisse Zur Großansicht
AFP

Schloss Elmau: G7-Gipfel vor malerischer Kulisse

Für gut 24 Stunden stand Schloss Elmau vergangenes Jahr im Mittelpunkt der Weltpolitik: Im Luxushotel trafen sich die Mitglieder der G7. Nun wurde bekannt, was das Ganze kostete.

Das umstrittene Treffen der G7 im bayerischen Elmau hat den deutschen Staat 112,64 Millionen Euro gekostet. Das teilte der stellevertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag in Berlin mit. Für die gut 24 Stunden Elmau-Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Wirtschaftsnationen (G7) waren zunächst 130 Millionen Euro veranschlagt.

Gipfel-Gegner hatten im Vorfeld vor allem die hohen Kosten kritisiert, die hauptsächlich durch die erheblichen Sicherheitsvorkehrungen entstanden waren. Das Luxushotel sei nur mit extrem hohen Aufwand zu sichern. Der Bund der Steuerzahler hatte den finanziellen Aufwand zuvor sogar auf fast 360 Millionen Euro beziffert. Allein der Sicherheitszaun soll zwei Millionen Euro gekostet haben.

Einzelne Ausgabeposten waren bereits im vergangenen Jahr bekannt geworden. Etwa 4,5 Millionen Euro verschlangen allein die Flügevon Bundeswehr, Flugbereitschaft und Bundespolizei. Außerdem bekamen die Delegationsmitglieder Bayern-Souvenirs im Wert von jeweils 249,73 Euro geschenkt - insgesamt knapp 47.700 Euro. Ein anderer hoher Posten war das Logo: Die Entwicklung des Symbols kostete exakt 79.964,43 Euro.

brk/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Sinnlose Verschwendung
grünbeck,harald 08.01.2016
Warum wird soviel Geld ausgegeben, wenn sich die vom Volk geliebten Politiker treffen. Für Infastrulturmaßnahmen fehlt den Komunen Geld aber für diese sinnlos Treffen werden Millionen Steuergelder verpulvert. Es sin ja nur Steuergelder und wenn es nicht reicht werden die Steuern oder Krankenkassengelder erhöht. Das zeichnet einen Rechtsstaat aus.
2. Profiteure??!
spontanistin 08.01.2016
Und welcher Unternehmer hat den größten Reibach machen dürfen? Warum werden die eigentlich interessantesten Fakten nie publiziert?
3.
msondern 08.01.2016
Man kann es den Menschen einfach nicht mehr als unbedingte Notwendigkeit verkaufen, eine dreistellige Millionensumme für eine solche Veranstaltung auszugeben. Bei all den Problemen, die es langfristig und auch ganz aktuell zu lösen gilt, wird der Politik an dieser Stelle vollkommen gerechtfertigt Instinktlosigkeit vorgeworfen. Man hätte für relativ schmales Geld die Infra- und Sicherheitsstruktur der Münchner Sicherheitskonferenz für den Gipfel nutzen können, Frau Merkel persönlich wollte aber unbedingt Schloss Elmau haben. Da kann ich den Verdruss von Menschen, die jeden Cent einzeln umdrehen müssen oder sich ernsthaft die Frage stellen, wieso sie eigentlich noch zu einer Wahl gehen sollten, absolut nachvollziehen.
4.
hotgorn 08.01.2016
Das Logo des g8 ähm g7 Gipfels wird in die Geschichte deutscher Logos und Maskottchen eingehen wie goleo und pille. Und passt zum Berufsbild mediengestalter.
5. Reibach...
maxxi12 08.01.2016
Zitat von spontanistinUnd welcher Unternehmer hat den größten Reibach machen dürfen? Warum werden die eigentlich interessantesten Fakten nie publiziert?
Antwort: Dietmar Müller-Elmau
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