G7-Gipfel Polizei kontrollierte 360.000 Menschen

Die Bundespolizei dürfte zufrieden sein: Während des G7-Gipfels in Schloss Elmau wurden bei Grenzkontrollen rund 360.000 Menschen überprüft. Dabei kam es zu mehr als 3500 vorläufigen Festnahmen, unter anderem von Schleusern.

Grenzkontrollen in Garmisch-Partenkirchen: Mehrere Delikte wurden aufgeklärt
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Grenzkontrollen in Garmisch-Partenkirchen: Mehrere Delikte wurden aufgeklärt


Bei den wegen des G7-Gipfels wieder eingeführten Grenzkontrollen hat die Bundespolizei insgesamt 362.275 Personen überprüft. 3517 Menschen wurden vorläufig festgenommen, darunter seien auch Schleuser gewesen, wie das Bundespolizeipräsidium am Mittwoch mitteilte.

Bei den Kontrollen seien zahlreiche Delikte aufgedeckt worden: 10.555 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, 237 Drogen- und 151 Urkunden-Delikte sowie 29 Verstöße gegen das Asylrecht. Außerdem seien 135 offene Haftbefehle vollstreckt werden. Bei 65.634 Menschen sei die Identität abgeklärt worden, und 77 Personen seien wegen geringer Vergehen vorübergehend in Gewahrsam genommen worden.

Das Schengen-Abkommen, das den Wegfall der Kontrollen innerhalb der EU vorsieht, war wegen des G7-Gipfels im bayerischen Schloss Elmau bis zum 15. Juni teilweise ausgesetzt worden.

insgesamt 32 Beiträge
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weltenbummler23 10.06.2015
1. Grenzkontrollen...
hatten doch bisher niemandem geschadet außer derjenigen die was zu verbergen haben. Mir geht es weniger um die fehlenden Asylrechte als dass Menschen die Haftbefehle haben von einem Land zum nächsten unerkannt reisen können. Ich bin für ein offenes Europa aber auch für nötige Kontrollen
druck_im_topf 10.06.2015
2. Lasst Zahlen sprechen
@weltenbummler, die Zahl der vorläufig Festgenommenen beträgt mal gerade schlappe 1% der Kontrollierten. Dafür wieder das nervige europäische "Schlagbaumfestival" wiederzueröffnen ist doch wohl arg übertrieben. Wenn Sie davon derart überzeugt sind, kann man auch die deutsche Kleinstaaterei wiederbeleben nach dem Motto: mehr Schlagbäume, mehr Festgenommene! MfG
ornitologe 10.06.2015
3. Wenn man 360+Mio.
für eine dauerhafte und vernünftige Grenzsicherung ausgegeben hätte, wäre bestimmt mit einer positven öffentlichen Meinung zu rechnen gewesen.
wecan 10.06.2015
4.
10.555 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz ist gleichbedeutend mit 10.555 Fällen illegaler Einreise. Wohlgemerkt: Nur an diesen paar Tagen und man muss wohl annehmen, dass nicht alle entdeckt wurden, die es versucht haben. Es hat sich natürlich rumgesprochen in der Welt, wie leicht es (an normalen Tagen) ist, nach Deutschland zu kommen und vor allem, wie leicht es ist, dann auch hier bleiben zu können, selbst wenn der Asylanspruch widerlegt wurde. Der anscheinend politisch gewollte ungeregelte Zustrom wird also weiterhin zunehmen. Mich wundert mittlerweile nur noch, dass die Polizei diese Zahlen öffentlich nennen durfte.
kumi-ori 10.06.2015
5.
Für die Polizei sicher ein fröhliches Kontrollfest. Ich selbst muss aus beruflichen Gründen sehr häufig die bayerisch-österreichische Grenze überqueren und bin auch sonst viel unterwegs. Mir passt es daher gar nicht, dass sich dieses Volk ständig ausgerechnet in Bayern treffen muss. Hier könnte sich Berlin als Bundeshauptstadt ausnahmsweise mal nützlich machen und solche Veranstaltungen selbst ausrichten.
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