SPD Gabriel führt Mindestlohn im Wirtschaftsministerium ein

Der Mindestlohn ist seit Jahren eine Kernforderung der Sozialdemokraten. Parteichef Gabriel hat ihn nun in seinem Wirtschaftsministerium eingeführt. Im Sicherheitsdienst, in der Kantine und der Telefonvermittlung hatte der Lohn zuvor unter 8,50 Euro gelegen.

SPD-Chef Gabriel: Mindestlohn in seinem Ministerium
DPA

SPD-Chef Gabriel: Mindestlohn in seinem Ministerium


Berlin - Der bundesweite einheitliche Mindestlohn soll ab 2016 gelten, im Bundeswirtschaftsministerium hat Minister Sigmar Gabriel ihn schon jetzt eingeführt. Das berichtet die "Welt" am Freitag. Als eine seiner ersten Amtshandlungen veranlasste der SPD-Chef, allen Mitarbeitern in seinem Haus mindestens einen Stundenlohn von 8,50 Euro zu zahlen. Einige Mitarbeiter hatten zuvor knapp unter 8,50 Euro verdient.

"Alle Mitarbeiter und Dienstleister des BMWi erhalten derzeit ein Entgelt, das bei mindestens 8,50 Euro liegt", teilte das Ministerium mit. "Dazu wurde das Entgelt einiger Mitarbeiter aus den Bereichen Sicherheitsdienst, Kantine sowie Telefonvermittlung rückwirkend zum Januar 2014 angehoben." Wie viele Mitarbeiter von der Regelung betroffen sind, wollte das Ministerium nicht angeben.

Der Mindestlohn ist seit Jahren eine Kernforderung der Sozialdemokraten. Im Koalitionsvertrag konnten sie die Einführung einer allgemein verbindlichen Lohnuntergrenze festschreiben.

Gabriel hatte am Donnerstag noch einmal für den Mindestlohn getrommelt. Er werde zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen. "Arbeit und Leistung müssen ihren Wert haben", sagte Gabriel in einer Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht im Bundestag.

ler/dpa



insgesamt 21 Beiträge
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pontifactus 14.02.2014
1. ein zeichen
super, spd. weiter so 23 arbeitstage mit 8 stunden und 8,50€ pro stunde = 1564 € im monat. kann man davon leben oder bittet man die ämter da um zuzahlung zum leben? waren das zeiten als man mit 3200dm brutto zu den gutverdienern zählte. ein hurra auf den euro!
einwerfer 14.02.2014
2. Wahrscheinlich
wird ihn der Bundesrechnungshof für diese Entscheidung rügen, da er dem Steuerzahler unnötige Kosten aufbürdet. Schließlich kann man die fraglichen Leistungen am Markt zu günstigeren Preisen erstehen.
charly136 14.02.2014
3. Finde das vollkommen okay..........
wobei 8,50 € noch immer das absolut unterste Ende der Fahnenstange! Wenn sich Damen und Herren Politiker für 2014 - 400 € + 2015 nochmals dieselbe Zulage gönnen, dann höchste Zeit Lohnempfänger nicht weiterhin Schandlöhne zu zahlen. Habe zufällig heute Interview einer Dame der zuvorbeschriebenen "HOCHLEISTUNGSABTEILUNG" des deutschen Bundestag gehört, da war von 70 Stunden-Woche zuzüglich Wochenendarbeit die Rede?!?! Nicht auszuschließen, dass das schon mal vorkommt aber NIEMALS die Regel ist. Beim Lohnempfänger ist und bleibt es so, dass Freizeit nicht verrechnet werden kann.......
malocher77 14.02.2014
4. als Politiker
Da denkt man zuerst an sich und seine Leute, sihe das und die geplante Diätenerhöhung.Die die das Geld erwirtschaften dürfen immer mehr zahlen, und das versprochene Mindestlohn kommt wahrscheinlich nie oder in Stufen und mit Ausnahmen.
soerensen11 14.02.2014
5. wer zahlts
nicht das ich es den Beschäftigten nicht gönne, aber Hr. Gabriel muss es auch nicht bezahlen, am Ende bezahlt es der Steuerzahler und unsere obersten Politiker können sich gleichzeitig ihr Gehalt selber bestimmen.
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