Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Druck von Gewerkschaften: Gabriel pfeift Schwesig bei Frauenquote zurück

Noch im März wollte Familienministerin Schwesig Eckpunkte für eine Frauenquote in Aufsichtsräten vorstellen. Nach einer Intervention von SPD-Parteichef Gabriel soll es irgendwann in diesem Jahr konkret werden. Wirtschaft und Gewerkschaften sehen den Plan kritisch.

Familienministerin Schwesig: Barsche Abfuhr von Gabriel Zur Großansicht
Getty Images

Familienministerin Schwesig: Barsche Abfuhr von Gabriel

Berlin - Familienministerin Manuela Schwesig und Justizminister Heiko Maas (beide SPD) mussten die Vorstellung ihrer Pläne für die Frauenquote nach SPIEGEL-Informationen verschieben. Ursprünglich wollten sie Anfang März bereits Eckpunkte präsentieren.

Parteichef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte Schwesigs Plänen beim turnusmäßigen Frühstück der SPD-Minister vergangene Woche barsch eine Abfuhr erteilt: "Das geht so gar nicht." Sie solle die Veröffentlichung verschieben. Nun heißt es aus dem Familienministerium, man wolle so bald wie möglich "Leitlinien" vorstellen, die genaueren Eckpunkte sollen dann später in diesem Jahr folgen.

Der Druck aus der Wirtschaft und auch von den Gewerkschaften ist weiterhin groß. So warnt beispielsweise der Vorsitzende der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis: "Eine feste Quote ist immer dann problematisch, wenn der Frauenanteil in der jeweiligen Belegschaft deutlich niedriger ist." Die Vorgaben aus der Politik müssten so gestaltet sein, dass sie mit dem Prinzip einer demokratischen Wahl der betrieblichen Mitglieder im Aufsichtsrat vereinbar seien, sagte Vassiliadis weiter.

ade

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: