Bundespräsident Gauck hofft auf zweite Amtszeit

Joachim Gaucks Amtszeit ist erst halb rum - doch der Bundespräsident denkt schon an die berufliche Zukunft. Er hofft laut SPIEGEL-Informationen auf eine zweite Runde in Schloss Bellevue. Wenn nur die Gehprobleme nicht wären.

Bundespräsident Gauck: Probleme beim Gehen und Stehen
DPA

Bundespräsident Gauck: Probleme beim Gehen und Stehen


Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck will nach Informationen des SPIEGEL eine zweite Amtszeit. Lediglich gesundheitliche Vorbehalte hindern ihn derzeit daran, sich endgültig festzulegen. Gaucks erste Amtszeit ist zur Hälfte abgelaufen, die nächste Wahl findet in rund zweieinhalb Jahren statt.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 39/2014
Die entfesselte Seuche

Allerdings hat der Bundespräsident mitunter Probleme beim Gehen, auch langes Stehen bei Staatsempfängen ist ihm zuletzt nicht immer leichtgefallen.

Das Bundespräsidialamt will zu der Angelegenheit keine Stellung nehmen.

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit 2017 wäre Gauck 77 Jahre alt und damit älter als die früheren Präsidenten Theodor Heuss, Heinrich Lübke und Richard von Weizsäcker am Ende ihrer Präsidentschaft.

Trotzdem hatten sich bereits im Mai Politiker verschiedener Parteien für Gaucks Wiederwahl als Staatsoberhaupt für weitere fünf Jahre starkgemacht. Laut einer vergangene Woche veröffentlichten Umfrage wünscht sich das auch gut die Hälfte der Deutschen.

Gauck hatte sein Amt am 18. März 2012 unter schwierigen Vorzeichen angetreten. Kaum hatte man sich dort vom überraschenden Abgang Horst Köhlers erholt, war auch Christian Wulff als Staatsoberhaupt zurückgetreten.

Während der ersten Hälfte seiner Amtszeit hatte Gauck mit mutigen Aktionen überzeugt - etwa, als er den damaligen türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan im eigenen Land scharf kritisierte.

Kritik musste Gauck dagegen hinnehmen, als er im Juni seine Unterschrift für ein Gesetz zur besseren Abgeordnetenversorgung verzögerte. Gegner warfen ihm Populismus vor, zumal er die Diätenerhöhung nach Prüfung dann doch durchgehen ließ.

Zwei Gauck-Vorgänger, die ebenfalls eine zweite Amtszeit anstrebten - Horst Köhler und Richard von Weizsäcker -, mussten sich zu einem vergleichbaren Zeitpunkt einer Debatte darum stellen.

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 277 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kimba_2014 21.09.2014
1.
Ich hoffe, er tritt nicht nochmal an. Gauck hatte so viele Hoffnungen geweckt und fast alle enttäuscht. Der schlechteste Bundespräsident, den wir je hatten. Das heisst schon was nach Herrn Wulff. Not my president.
ebard 21.09.2014
2. Die Hälfte aller Deutschen...
würden Gauck wieder wählen? bezweifele ich stark wenn das Volk direkt wählen könnte? Wir haben bessere die uns vertreten können!
KingTut 21.09.2014
3. integer
Zitat von kimba_2014Ich hoffe, er tritt nicht nochmal an. Gauck hatte so viele Hoffnungen geweckt und fast alle enttäuscht. Der schlechteste Bundespräsident, den wir je hatten. Das heisst schon was nach Herrn Wulff. Not my president.
Und womit begründen Sie, dass Herr Gauck der schlechteste Bundespräsident ist, den wir je hatten? Im Rückblick muss ich sagen, dass Herr Wulff ein Fehlgriff war und man gleich Herrn Gauck hätte wählen sollen. Er hatte in der Bundesversammlung eine breite Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg. Auch im Volk ist er sehr beliebt, weshalb ich eine weitere Amtszeit dieses integren Menschen befürworte.
ssissirou 21.09.2014
4. not mine either!
Wer bietet sich eigentlich als eventuelle Alernative im Moment an, obwohl das ja eigentlich noch zu früh ist? Gesine Schwan gefiel mir damals gut.
zehwa 21.09.2014
5. amtsverliebt?
Herr Gauck hat keine schlechte Figur gemacht, aber genug sollte genug sein. Er waere zum Ende seine 2ten Amtszeit 82. Ausserdem fand ich laengst nicht alle seiner Amtshandlungen gluecklich und ich haette auch immer noch ein paar Fragen zu seiner Vergangenheit in der DDR.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.