Schloss Bellevue: Gauck lädt zu großer Europa-Rede

Bundespräsident Joachim Gauck will seine erste große Rede im Schloss Bellevue halten. In zwei Wochen wird er über die "Perspektiven der europäischen Idee" sprechen - eingeladen sind auch Schüler.

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REUTERS

Bundespräsident Gauck: Erste Rede in Schloss Bellevue

Berlin - Elf Monate nach seinem Amtsantritt wird Bundespräsident Joachim Gauck seine erste große Rede im Schloss Bellevue halten. Vor rund 200 geladenen Gästen werde Gauck am 22. Februar zum Thema "Perspektiven der europäischen Idee" sprechen, kündigte das Bundespräsidialamt an. Geladen seien Vertreter aus Politik und Kultur, von Glaubensgemeinschaften und Stiftungen sowie Schüler.

Die Präsidenten-Tradition, sich mit sorgsam inszenierten Grundsatzreden Gehör zu verschaffen, geht auf das frühere Staatsoberhaupt Roman Herzog zurück. Dieser begründete 1997 mit seiner Ruck-Rede im Berliner Hotel Adlon die Praxis der "Berliner Reden". Auch Herzogs Nachfolger Johannes Rau, Horst Köhler und Christian Wulff griffen diese Tradition auf und interpretierten sie jeweils auf ihre eigene Weise.

fab/AFP

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insgesamt 31 Beiträge
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1.
stefansaa 08.02.2013
Ob Roman Herzog, Johannes Rau oder auch Horst Köhler. Konnten doch alle diese Bundespräsidenten durch sehr gute Reden überzeugen. Wichtige Themen wurden angesprochen und entsprechend kritisiert. Wulff war bisher der erste Buprä dem dies, meiner Einschätzung nach, massiv misslungen ist. Da seine Ausstrahlung und seine Redefähigkeiten stark limitiert waren. Man darf gespannt sein, was Herr Gauck uns mitteilen möchte. Ich hoffe, dass dieser Buprä es schafft mit seiner Rede einige Menschen zu erreichen.
2. Eingeladen sind nicht nur Schüler
kaktebenestydno 08.02.2013
... sondern auch freiwillig engagierte junge Menschen aus Europa. Immer diese altvordere Sichtweise...als ob Jugendliche nur Schüler seien.
3. Bla, bla, bla...
wwwwebman 08.02.2013
Grußaugust-Gelaber (!) über "Perspektiven der europäischen Idee" anstatt deutliche Ansagen, was DRINGEND IN DIESEM LAND passieren muss! Genauso OBSOLET, wie das Amt selbst!
4. Angemessenes Publikum
robert.haube 08.02.2013
Wer -außer ein paar Schülern- kauft ihm sein Gerede denn sonst noch ab ?
5.
anon11 08.02.2013
Zitat von sysopBundespräsident Joachim Gauck will seine erste große Rede im Schloss Bellevue halten. In zwei Wochen wird er über die "Perspektiven der europäischen Idee" sprechen - eingeladen sind auch Schüler. Gauck lädt zu Europa-Rede ins Schloss Bellevue - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gauck-laedt-zu-europa-rede-ins-schloss-bellevue-a-882215.html)
Hängt die Europafahnen auf und entzündet die Fackeln zur großen EU-Propagandashow des Grüßaugust Gauck. "EU-Führer, wir folgen euch bis in den finanziellen Untergang"
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Interaktive Chronik

Der deutsche Bundespräsident
Das Amt
AFP
Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz weist dem obersten Repräsentanten zwar viele Aufgaben zu, aber deutlich weniger politische Befugnisse als etwa in Präsidialdemokratien wie Frankreich oder den USA. Er soll sein Amt unparteiisch führen, ist jedoch nicht auf repräsentative Aufgaben beschränkt.
Die Aufgaben
ddp
Das Staatsoberhaupt vertritt den Bund völkerrechtlich und schließt im Namen des Bundes Verträge mit anderen Staaten. Zu den normalen Geschäften zählen Staatsbesuche und Empfänge von Diplomaten. Er kann durch Reden und Reisen politische Akzente setzen.

Zu den Aufgaben und Rechten gehört die Mitwirkung bei der Regierungsbildung. Der Präsident schlägt dem Bundestag einen Bundeskanzler zur Wahl vor und ernennt ihn. Falls der Kandidat keine Mehrheit findet, kann der Präsident das Parlament auflösen. Er ernennt und entlässt auch die Minister, allerdings auf Vorschlag des Kanzlers. Gesetze können erst wirksam werden, wenn der Präsident sie unterschrieben hat. Seine Unterschrift kann er nur aus verfassungsrechtlichen Gründen verweigern.
Das Wahlverfahren
Reuters
Anders als in Frankreich, Österreich oder Polen wird das deutsche Staatsoberhaupt nicht direkt vom Volk, sondern von einem Wahlgremium (Bundesversammlung) gewählt. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre, eine Wiederwahl ist nur einmal möglich. Der Präsident kann nur durch das Bundesverfassungsgericht und nur bei vorsätzlichen Verstößen gegen das Grundgesetz oder andere Bundesgesetze seines Amtes enthoben werden.