SPD zu Gaucks Kritik an Linkspartei "Das hätte ihm nicht passieren dürfen"

Nach seiner Kritik an der Linken löste Joachim Gauck Diskussionen darüber aus, ob ein Bundespräsident parteiisch sein darf. Im SPIEGEL wird das Staatsoberhaupt nun stark von SPD-Politikern angegangen.

Bundespräsident Joachim Gauck: Kritik von der SPD
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Bundespräsident Joachim Gauck: Kritik von der SPD


Prominente linke SPD-Politiker verschärfen ihre Kritik an Bundespräsident Joachim Gauck. "Da ist Gauck einen Schritt zu weit gegangen", erklärt SPD-Vorstandsmitglied Joachim Poß mit Bezug auf Gaucks jüngste Äußerungen zur Linkspartei. "Das hätte ihm nicht passieren dürfen."

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Heft 46/2014
Unkritisch, ehrgeizig, unpolitisch? Die jungen Deutschen zwischen 18 und 30

Carsten Sieling, Sprecher der Parlamentarischen Linken im Bundestag, sagte: "Die SPD braucht in Sachen Koalitionsbildung keine Nachhilfe."

Gauck hatte in einem Interview daran gezweifelt, dass man der Linken trauen kann, und damit rot-rot-grüne Bündnisse wie in Thüringen vorgesehen infrage gestellt.

Seinem Ansehen in der Bevölkerung haben diese Äußerungen offensichtlich nicht geschadet: Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält Gauck für einen guten Präsidenten. In einer Umfrage, die TNS Forschung im Auftrag des SPIEGEL führte, plädieren 69 Prozent der Deutschen für eine zweite Amtszeit Gaucks. Nur 21 Prozent wünschen sich einen anderen Kandidaten.

Auch für Kanzlerin Angela Merkel hätte es Vorteile, wenn Gauck im Amt bleibt. Sie kann sich nach SPIEGEL-Informationen eine zweite Amtszeit gut vorstellen.

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 181 Beiträge
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sagittarius58 09.11.2014
1. ?
..Gauck angehen aber Biermann die Hand schütteln.Diese Partei wird mir immer rätselhafter.
Jasper Fetherstone 09.11.2014
2. Steigbügel
Die SPD als Steigbügelhalter der Linken? Ach ja, in Thüringen klappt's ja auch.
observatorius 09.11.2014
3. Keine 2. Amtszeit für Gauck!
Die Sache mit Gaucks verpeilten Ansagen hat immerhin auch ein Gutes: Eine zweite Amtszeit dieses Kalter Kriegs Pastors wird immer unwahrscheinlicher. Ein vorzeitiger Rücktritt wäre zwar mehr als angebracht darf aber von einem wie Gauck kaum erwartet werden.
knowit 09.11.2014
4. Er hat vollkommen Recht,
Auch wenn's den Sozen nicht paßt. Ich hoffe, daß er über dieser Kritik steht, ich trau's ihm jedenfalls zu. In der Sache macht es die ambivalente Haltung eines Teils der SPD deutlich.
wolfi44 09.11.2014
5. war doch
zu erwarten. Rot und Dunkelrot werden sich mit dem Kommentar unseres BPr. nie anfreunden kõnnen. Beiden passt die Wahrheit nicht. Da die SPD sowieso demnächst untergeht, ist deren Gelaber egal.
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