Geburtenrate: Statistik nährt Hoffnung auf Baby-Aufschwung

Ist es nur ein statistischer Zufall oder vielleicht doch eine Trendwende? Zwischen Januar und September sind in Deutschland 20.000 mehr Babys zur Welt gekommen als im Jahr zuvor, ein unerwartet kräftiger Anstieg - obwohl die Zahl der möglichen Mütter immer geringer wird.

Baby: Geburtenrate könnte dieses Jahr um 3,6 Prozent steigen Zur Großansicht
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Baby: Geburtenrate könnte dieses Jahr um 3,6 Prozent steigen

Hamburg - Die Zahl der Geburten in Deutschland ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 stark gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kamen zwischen Januar und September insgesamt etwa 510.000 Kinder zur Welt, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 492.000 Kinder. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent. Ein derart großer Zuwachs sei im gesamten letzten Jahrzehnt nicht feststellbar gewesen.

Der Geburtenzuwachs, den die Daten signalisieren, sei erstaunlich, weil die Zahl der potentiellen Mütter seit langem kontinuierlich sinkt, schreibt die Zeitung. Jedes Jahr gehörten etwa 300.000 Frauen weniger zur Gruppe der 15- bis 45-Jährigen, die aufgrund ihres Alters überhaupt Kinder bekommen können. Das Bundesfamilienministerium verwies gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" auf Studien, nach denen der Kinderwunsch 2010 wieder deutlich gestiegen sei.

Seit vier Jahren versucht die Bundesregierung, sich den Kindersegen zu erkaufen: Damals führte Familienministerin Ursula von der Leyen das sogenannte Elterngeld ein, um die Gebildeten und Gutverdiener für Nachwuchs zu begeistern. Fast 15 Milliarden Euro wurden für die Transferzahlungen bisher ausgegeben, von denen Reiche mehr profitieren als Ärmere.

Der Erfolg der politischen Maßnahme wird von Experten allerdings angezweifelt, die Geburtenrate stieg nicht messbar an. Stattdessen sank die Zahl der Geburten zunächst, wie auch die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter abgenommen hat. Jahre später, das Land ist gerade aus dem Gröbsten einer Wirtschaftskrise heraus, tut sich nun doch etwas bei den Geburten - ganz ohne fiskalische Anreize.

Sollte der Zuwachs von Oktober bis Dezember anhalten, wird für das gesamte Jahr ein Anstieg der Geburtenrate erwartet. Seit Jahren liegt die Quote rein rechnerisch zwischen 1,36 und 1,38 Kindern pro Frau. Im gesamten Jahr 2009 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 665.000 Kinder zur Welt, etwa 17.000 weniger als im Vorjahr und nicht einmal halb so viele wie im Geburten-Rekordjahr 1964.

ore/dpa

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insgesamt 221 Beiträge
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1. Jetzt werben - im SpiegelOnline Forum
susie.sunshine 29.12.2010
Na endlich. Damit das nicht mal wieder eine Fehleinschätzung wird, Leute vergesst alles und ab in die Betten.
2. Ich glaub's einfach nicht!
h0l0fernes 29.12.2010
DAS Hauptproblem unserer Spezies ist die Überbevölkerung auf unserem einzigen Planeten. Daran hängt ein ganzer Rattenschwanz von Problemen bis hin beispielsweise zu den hohen Kriminalitätsraten in Großstädten, da Tiere IMMER aggressiv werden, wenn sie sich zu dicht auf der Pelle hocken. Jeder vernünftig denkende Mensch müsste alles tun, um das Problem der Überbevölkerung wenigstens nicht ganz so schnell explodieren zu lassen. Und da kommen diese unverbesserlichen Patri(di)oten und ...
3. Haben die von der Leyens mal wieder was gefunden, ..
Schwede2 29.12.2010
Zitat von sysopIst es nur ein statistischer Zufall oder vielleicht doch eine Trendwende? Zwischen Januar und September sind in Deutschland 20.000 mehr Babys zur Welt gekommen als im Jahr zuvor, ein unerwartet kräftiger Anstieg - obwohl die Zahl der möglichen Mütter immer geringer wird. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,736916,00.html
...um es der Presse zuzustecken? Und ganz nebenbei die Totgeburt des Elterngeldes mit einem Hauch von Legitimität und Erfolg zu umgeben? Das wird nicht funktionieren. Die Geburtenrate wird weiter sinken.
4. Wieviele denn noch ?
gaga007 29.12.2010
Die Erde bevölkern fast 6 Milliarden Menschen, in Deutschland leben über 80 Millionen ... es reicht eigentlich. Vielleicht wäre eine globale Umverteilung der Arbeitsplätze bzw. Arbeitskräfte sinnvoller, als eine ständige Vergrößerung der Bevölkerungszahl - schon heute gibt es Ballungszentren, die mit einem menschenwürdigen Leben nicht mehr viel gemeinsam haben. Dieser Planet ist nicht unendlich belastbar !
5. Nun, die Wirtschaftskrise...
ratxi 29.12.2010
Zitat von sysopIst es nur ein statistischer Zufall oder vielleicht doch eine Trendwende? Zwischen Januar und September sind in Deutschland 20.000 mehr Babys zur Welt gekommen als im Jahr zuvor, ein unerwartet kräftiger Anstieg - obwohl die Zahl der möglichen Mütter immer geringer wird. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,736916,00.html
...veranlasste viele Menschen, öfter mal zu Hause zu bleiben. Da kann schon mal was passieren. Alles hat 2 Seiten...
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