Gehaltsaffäre RWE vergoldet Laurenz Meyer den Abschied

Die Essener Stromkonzern RWE Energy AG löst sein Arbeitsverhältnis mit Laurenz Meyer - rückwirkend zum 31. Dezember vergangenen Jahres. Da das Verhältnis seit 1975 bestanden habe, bekommt der ehemalige CDU-Generalsekretär laut Konzernangaben aber eine Abfindung über 400.000 Euro.


Laurenz Meyer (nach seinem Rücktritt als Generalsekretär am 20. Dezember): 400.000 Euro Abfindung von RWE
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Laurenz Meyer (nach seinem Rücktritt als Generalsekretär am 20. Dezember): 400.000 Euro Abfindung von RWE

Essen - Ein Konzernsprecher bestätigte damit am Abend in Essen Informationen der "Berliner Zeitung". Der ehemalige CDU-Generalsekretär zahle aber 160.000 Mark (81.806,70 Euro) zurück, die er im Juli 2000 von dem Unternehmen als Abfindung erhalten habe, sagte der RWE-Sprecher. Meyer hatte damals das Geld angenommen, obwohl er das Unternehmen dann doch nicht verlassen hatte.

Als im Dezember 2004 bekannt geworden war, dass er auch nach seiner Berufung in das mit 13.000 Euro monatlich dotierte Amt des CDU-Generalsekretärs noch über mehrere Monate hinweg Gehalts- und anteilige Tantiemezahlungen von RWE kassierte, hatte der CDU-Politiker angekündigt, er werde den im Jahr 2000 erhaltenen Abfindungsbetrag der SOS-Kinderdorforganisation spenden. Meyer musste dennoch kurz vor Weihnachten den Generalsekretärsposten aufgeben.

Meyer hatte bis Anfang des Monats die Spende noch nicht überwiesen. Vergangene Woche teilte der RWE-Konzern mit, die mehr als 81.000 Euro auf 100.000 Euro aufzustocken und der Organisation zukommen zu lassen.

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