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Gerhard Schröder: "Sexualstraftäter lebenslang wegsperren"

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich angesichts der jüngsten Kindesentführungen für ein härteres Vorgehen gegen Sexualstraftäter ausgesprochen. Die Täter, so Schröder, müssten lebenslänglich hinter Gitter.

Die getötete Julia. In ihrem Fall gehen die Ermittler nicht von einer Sexualstaftat aus
AP

Die getötete Julia. In ihrem Fall gehen die Ermittler nicht von einer Sexualstaftat aus

Berlin - Er komme immer mehr zu der Auffassung, dass erwachsene Männer, die sich an kleinen Mädchen vergingen, nicht therapierbar seien, sagte Schröder der "Bild am Sonntag". "Deswegen kann es da nur eine Lösung geben: wegschließen - und zwar für immer", sagte der Kanzler. In diesen Fällen sei eine Wiederholungsgefahr nie ganz auszuschließen. "Und deswegen gibt es nur ein Gebot: Die Kinder müssen geschützt werden."

Zum Fall der vergangene Woche in Hessen tot aufgefundenen achtjährigen Julia sagte Schröder, es müsse alles aufgeboten werden, um den Täter so schnell wie möglich zu fassen. Und dann müsse die volle Härte des Gesetzes angewandt werden. "Wer sich so außerhalb der menschlichen Gemeinschaft stellt, für den kann es nur die Höchststrafe geben."

Julia war nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gießen mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen und dann in einem Waldstück bei Niddatal verbrannt worden. Auf Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 50.000 Mark ausgesetzt. Ob es am Wochenende neue Fahndungsergebnisse gab, war zunächst nicht zu erfahren.

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