Altkanzler Schröder: "Ich werde kein Hausmann mehr"

Seine Frau macht Karriere in der Politik, doch zum Hausmann will Gerhard Schröder deshalb nicht werden. Er entwickle aber gerade ein neues Verhältnis zu Schule und Kinderbetreuung, sagte der Altbundeskanzler der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dabei gab er sich durchaus selbstkritisch.

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Schröder: "Feiern Weihnachten wie alle anderen auch"

Osnabrück - Gerhard Schröder hat in einem Weihnachtsinterview offen über sein Privatleben geredet. Trotz der politischen Karriere seiner Frau Doris Schröder-Köpf werde er auch in Zukunft nicht für den Haushalt zuständig sein, sagte der Altkanzler der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich werde wahrscheinlich in meinem Leben zu keinem gut funktionierenden Hausmann mehr werden." Dies würde seine Frau auch nicht erwarten.

Schröder-Köpf, die im Januar für den niedersächsischen Landtag kandidiert, hatte dem SPIEGEL kürzlich gesagt, ihr Mann kümmere sich jetzt häufig um die Kinder. Das sei doch "schon mal ein Fortschritt". Ein Macho sei ihr Mann eigentlich nicht.

Schröder selbst bezeichnete es als wichtige Lebenserfahrung, sich ein bisschen mehr um die Kinder zu kümmern. So entwickele er ein neues Verhältnis zu Kindergarten, Schule und auch zu dem, was fehle - "etwa bei der Kinderbetreuung. Leider ist Niedersachsen hier Schlusslicht", sagte er der "NOZ". Dabei gab Schröder durchaus Fehler zu. So arbeite er derzeit auf, was die niedersächsische Politik inklusive seiner Zeit als Ministerpräsident des Landes nicht geschafft habe.

Auch zum Thema Weihnachten im Hause Schröder äußerte sich der Sozialdemokrat. Das Fest feiere die Familie "ganz normal, wie alle anderen auch. Wir gehen immer in den Kindergottesdienst, haben einen Tannenbaum und packen Geschenke aus." Aufwendige Geschenke gebe es aber nicht. "Wir halten es nicht für sinnvoll, unsere Kinder mit allem zu überschütten, was sie haben wollen."

Als Fest der Vergebung sehe er Weihnachten nicht. Er selbst würde Vergebung immer dann gewähren, wenn ihn jemand darum bitte, sagte Schröder. Im Falle des früheren Parteifreundes Oskar Lafontaine müsse dem allerdings noch Reue und Buße vorangehen.

cte

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insgesamt 59 Beiträge
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1. ????
parasitär 23.12.2012
Zitat von sysopGetty ImagesSeine Frau macht Karriere in der Politik, doch zum Hausmann will Gerhard Schröder deshalb nicht werden. Er entwickle aber gerade ein neues Verhältnis zu Schule und Kinderbetreuung, sagte der Altkanzler der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dabei gab er sich durchaus selbstkritisch. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-weihnachten-hausmann-lafontaine-a-874527.html
Wen interessiert das?
2. Schroeder
Hank Hill 23.12.2012
ist der Totengraeber der SPD. Wen interessiert noch was der Mann macht. Er ist eine persona non grata. Mein Lieblingsspruch von ihm ist: "Putin ist ein lupenreiner Demokrat". LOL
3. SPD und Schröder ..
unixv 23.12.2012
... wer nicht arbeitet, braucht auch nicht essen!
4. Sie können einfach nicht ablassen
Modest 23.12.2012
Die Macht muss bei so manchem Politiker eine Drogenwirkung herbeiführen, denn es gibt Leute, die nicht sowohl als Genie als ein gewisses Talent besitzen, oder gar ein Dezennium seiner Wünsche abzumerken, bevor es noch andere tun, ...basta
5. Das Schönste wäre...
derpublizist 23.12.2012
Zitat von sysopGetty ImagesSeine Frau macht Karriere in der Politik, doch zum Hausmann will Gerhard Schröder deshalb nicht werden. Er entwickle aber gerade ein neues Verhältnis zu Schule und Kinderbetreuung, sagte der Altkanzler der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dabei gab er sich durchaus selbstkritisch. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-weihnachten-hausmann-lafontaine-a-874527.html
...Schröder zieht mit Sack und Pack zu seinem Freund, dem lupenreinen Demokraten Putin. Keiner hat, wie dieser soziale Aufsteiger, ungefärbte Kanzler-Darsteller, Salonsozialist und spätere Freund der Bosse und Diktatoren der Politik und den Menschen in Deutschland so geschadet,wie SPD-Genosse Schröder.
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