Gesundheitsreform Ärzte wollen für Brillenverordnung künftig privat kassieren

Auf die Patienten kommen in Folge der Gesundheitsreform möglichweise höhere Belastungen zu als bisher bekannt. Einem Medienbericht zufolge wollen die Ärtze künftig für das Verschreiben von Brillen und für Beratungen direkt beim Patienten kassieren.


Beratungsgespräch beim Arzt: sind künftig 25 Euro fällig?
DPA

Beratungsgespräch beim Arzt: sind künftig 25 Euro fällig?

Hamburg - Laut "Stern" wollen Mediziner künftig die Beratung zu jenen Leistungen privat in Rechnung stellen, die die Kassen nicht mehr erstatten dürfen. Dazu zählten etwa die Verordnung von Brillen oder die Verschreibung von Potenzpillen.

Die Augenärzte argumentierten so: Wenn die Kassen keine Brillengläser mehr bezahlen dürfen, dann sind auch die entsprechenden Vorarbeiten keine Kassenleistung mehr, sondern eine so genannte individuelle Gesundheitsleistung (IgeL), die privat abgerechnet wird.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, habe dem Magazin den neuen Kurs bestätigt. Nach Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte soll eine private Brillenverordnung ab sofort rund 25 Euro kosten. Ähnlich solle künftig bei der Beratung zu Arzneimitteln vorgegangen werden.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.