Gipfel-Beauftragter Merkel beruft neuen Super-Sherpa

Die Kanzlerin macht ihren Wirtschaftsberater zum Super-Sherpa. Der 41-jährige Jens Weidmann wird künftig die Vorbereitungen für die G-8- und G-20-Gipfel übernehmen - bisher teilte er sich diese Aufgabe mit dem Staatssekretär Bernd Pfaffenbach.

Kanzlerberater Weidmann: Erweiterung der Kompetenzen
dpa

Kanzlerberater Weidmann: Erweiterung der Kompetenzen


Berlin - Der Chef-Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Jens Weidmann, trägt Regierungskreisen zufolge künftig die alleinige Verantwortung für die Vorbereitung von G-8- und G-20-Gipfeln. Weidmann übernimmt damit die sogenannte Sherpa-Funktion als persönlicher Beauftragter der Kanzlerin für die Spitzentreffen der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G8) mit, die bislang bei Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Pfaffenbach lag.

Für den Kreis der 20 wichtigsten Schwellen- und Industrieländer (G20) war Weidmann ohnehin bereits verantwortlich. Über die Kompetenzerweiterung hatte zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Die G20 hat im Zuge der Bekämpfung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise die G8 als maßgebendes Koordinierungsgremium der wichtigsten Wirtschaftsmächte abgelöst. Die G8 soll nach Vorstellung von Merkel zwar weiterhin existieren, jedoch stärker eine Art Vorabstimmung zwischen den Industrieländern für die G-20-Treffen übernehmen.

Der 41-jährige Weidmann fungierte als Sherpa für die G20, seit die Staats- und Regierungschefs im vergangenen Jahr in diesem Format ihre Krisenbekämpfung zu koordinieren begannen. Mit der jüngsten Änderung sollen vielfältige Überschneidungen in der Arbeit der Sherpas in beiden Formaten ausgeräumt werden.

Der 63-jährige Pfaffenbach war 2004 noch unter dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder (SPD), dessen Chef-Wirtschaftsberater er zeitweise war, zum G-8-Sherpa bestellt worden. Er behielt dieses Amt auch unter CDU-Politikerin Merkel. In dieser Funktion hatte er unter anderem maßgeblichen Anteil am Erfolg des G-8-Gipfels in Heiligendamm 2007.

Pfaffenbach zeichnete verantwortlich für etliche Initiativen der G8 wie den sogenannten Heiligendamm-Prozess. Damit wurde eine permanente Form der engeren Zusammenarbeit der G-8-Industrieländer und der wichtigsten Schwellenländer geschaffen. Außerdem war er der Autor einer Initiative für mehr Transparenz an den internationalen Ölmärkten (Jodi), mit der der Spekulation an diesen Märkten begegnet werden sollte.

amz/Reuters



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Seite 1
berther 10.11.2009
1.
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
Schwarz sehen sollte man noch nicht , Gelb sehen vor dem Umschalten auf Rot oder Grün wäre zu witzig , aber die Situation Dunkelgrau zu sehen trifft es wohl am besten.
kdshp 10.11.2009
2.
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
Hallo, wo bin ich den hier bei wünsch dir was ? Die frage sollte lauten : Wohin steuert die Koalition die Republik ?
MarkH, 10.11.2009
3. ooo
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
Sachwertdeckung, Geburtenrate steigern.. was sonst ? :)
aretana 10.11.2009
4. Leider in eine Gesellschaft,
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
in der die Armen ärmer und die Reichen reicher werden. Beispiel: Kranken- und Pflegeversicherung-Kopfpauschale. Durch den Steuerfreibetrag zahlen Gutverdienende minimale Beiträge, während Geringverdiener und Rentner den vollen Beitrag zahlen müssen, da sie kaum Steuern zahlen. Sehr sozial. Beispiel: Reduzierung der Mehrwertsteuer für Hotels auf 7%, übrigens für Hundefutter zahlte man immer schon 7%. Für Kinderartikel,-nahrung und Schulspeisung müssen 19% bezahlt werden. Ja, noch sozialer, leider nicht für diejenigen, die es nötig hätten, die werden mit 20.-€ Kindergeld abgespeist. Damit ist die Frage doch wohl beantwortet.
Roter Teufel 10.11.2009
5. Schwarz-Gelb steuert nicht
Schwarz-Gelb taumelt ideenlos so von Baustelle zu Baustelle. Ein liberales "Weiter So", mit finanzpolitischer Geisterfahrt. Kinderbetreuung und Schulsystem bleiben "Altbacken". siehe Herdprämie Weiterhin Kriegsbeteiligung Es bleibt der Moloch BA Im Gesundheitswesen Tendenzen zur Kopfprämie Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung Vor Ablauf der Legislaturperiode ist die Schwarz-Gelbe Mehrheit (Landtagswahlen) dahin. Uns steht ein 4-Jähriges-Abwärtstaumeln bevor. Eine echte Enttäuschung.
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