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Junge Frauen im Osten: Nur 41 Prozent wollen gleichberechtigte Partnerschaft

Manuela Schwesig: "Nie genug Zeit für die Familie" Zur Großansicht
DPA

Manuela Schwesig: "Nie genug Zeit für die Familie"

Die Mehrheit der ostdeutschen Männer wünscht sich eine gleichberechtigte Partnerschaft. Das zeigt nach SPIEGEL-Informationen eine Studie des Familienministeriums. Jungen Frauen hingegen attestieren die Forscher eine "Retraditionalisierung".

Das traditionelle Rollenmodell, bei dem der Mann Hauptverdiener ist und die Frau wenig bis gar nichts verdient, wird von immer weniger Deutschen gewünscht. Das zeigt eine repräsentative Studie des Bundesfamilienministeriums, für die über 3000 Männer und Frauen befragt wurden.

Nach Informationen des SPIEGEL lautet eines der Ergebnisse, dass 43 Prozent der westdeutschen und 55 Prozent der ostdeutschen Befragten eine Partnerschaft wollen, in der beide berufstätig sind und sich die Kinderbetreuung und Hausarbeit teilen. Bei ostdeutschen Frauen im Alter von 18 bis 39 Jahren gab es laut den Autoren der Studie jedoch einen "Retraditionalisierungsschub": Während 68 Prozent der jungen Männer eine gleichgestellte Partnerschaft wünschen, sagen dies nur 41 Prozent der Frauen aus Ostdeutschland.

Bei den Frauen ab 40 Jahren ist der Anteil wesentlich höher (61 Prozent). Auch die jungen Frauen im Westen liegen mit knapp 60 Prozent weit über ihren Altersgenossinnen im Osten. Eine "Rolle rückwärts" im Osten will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) im SPIEGEL-Gespräch aber nicht erkennen: "Ich sehe da keinen Rückschritt. Ich sehe es auch als Freiheit, dass heute Frauen und Männer in Ostdeutschland entscheiden können, ob sie Voll- oder Teilzeit arbeiten wollen."

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei nicht einfach: "Alle berufstätigen Eltern kennen das Gefühl, nie genug Zeit für die Familie zu haben. Auch ich kenne diese Zerrissenheit." Dennoch sei es machbar, dass beide Elternteile Karriere machen: "Vielleicht nicht zur selben Zeit und in gleicher Intensität, aber es ist möglich." Das hänge davon ab, in welcher Branche man tätig sei und wie ersetzbar man sei, sagte Schwesig weiter.

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insgesamt 63 Beiträge
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1. Fortschrittlich
markus.ich 26.09.2015
Vermutlich meinen die Ostdamen als nicht gleich berechtigt, dass sie die Hosen an haben :)
2. Haben wir keine Probleme?
wo_st 26.09.2015
Die Studie ist nicht das Geld wert und eine Ministerin oder ein Minister der so etwas produzieren lässt ist überflüssig.
3.
vox veritas 26.09.2015
Oh Schreck, was werden bloß die Emanzen und die ganzen Gender Forscher sagen. Ganz im Ernst, daß ich hätte ich auch nicht gedacht, daß es so viele sind.
4. Sampling error?
widekind 26.09.2015
Viele ehrgeizige junge Frauen gehen aus dem Osten in den Westen. Diese wurden also nicht gefragt. Ein Teil der zurückgebliebenen könnte mangels beruflicher Perspektiven vor Ort die Mutter-Karriere bevorzugen. Also ein Beispiel für Selbstselektion der Stichrobe durch Abwanderung.
5. Verdammte Axt...
chjuma 26.09.2015
die Ossis sind wieder mal renitent gegen den Mainstream!! Jetzt wo wir es geschafft haben dass die Armee nicht mehr kämpfen muss um sich selbst aufzulösen und wo wir alternativlos den Rest der Welt einbürgern, wenn es schon nicht anders rum klappt...fangen die Ossimädels plötzlich an wieder Frau sein zu wollen!! Was soll das?? Wisst ihr eigentlich was das für ein Heidenaufwand ist den Männern endlich das Kinder kriegen beizubringen?? Das könnt ihr doch nicht bringen! !!
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