Großrazzia in Göttingen Zwei Gefährder aus islamistischer Szene festgenommen

Die Göttinger Polizei hat zwei Terrorverdächtige festgenommen. Bei einer Razzia wurden mehrere Wohnungen durchsucht, 450 Beamte waren im Einsatz.

Polizisten bei Razzia (Archivbild)
DPA

Polizisten bei Razzia (Archivbild)


Mit einer Großrazzia ist die Polizei in Niedersachsen gegen die radikalislamische Szene in Göttingen vorgegangen. Bei dem Einsatz in der Nacht zum Donnerstag wurden elf Objekte im Raum Göttingen durchsucht und zwei sogenannte Gefährder in Gewahrsam genommen, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt waren 450 Polizeibeamte im Einsatz. In Nordhessen wurde ebenfalls ein Haus durchsucht.

Die Hinweise zu "einem möglicherweise konkret bevorstehenden terroristischen Anschlag" hätten sich in den vergangenen Tagen verdichtet, sagte der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig. Daher hätten sich die Ermittler entschlossen, "sehr schnell gegen die Gefährder und das engste Umfeld vorzugehen".

Bei den beiden als Gefährder eingestuften Personen handelt es sich demnach um einen 27-jährigen algerischen und einen 23-jährigen nigerianischen Staatsangehörigen. Beide leben mit ihren Familien in Göttingen. Sie gehören seit Längerem der salafistischen Szene in der niedersächsischen Stadt an.

An dem Großeinsatz waren Beamte der Polizeidirektion Göttingen, des Landeskriminalamts Niedersachsen mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie der Bereitschaftspolizei Niedersachsen beteiligt.

SPIEGEL TV Magazin (23.11.2015)

cte/dpa/AFP



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