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Deutsch-österreichische Grenze: Polizei nimmt zwei mutmaßliche Salafisten fest

Zwei mutmaßliche Salafisten waren in einem Reisebus Richtung Salzburg unterwegs, offenbar wollten sie in den Nahen Osten reisen. Die Polizei nahm die beiden Männer an der Grenze fest.

München - An der deutsch-österreichischen Grenze sind zwei mutmaßliche Salafisten von der Polizei gestoppt worden. Gegen beide Männer sei Haftbefehl erlassen worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Dienstag.

Gegen einen der beiden, einen 24-jährigen aus dem Kosovo stammenden Mann, habe es ein Ermittlungsverfahren wegen Anwerbens von Dschihad-Kämpfern in Deutschland gegeben, teilte die Sprecherin mit. Sie bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR).

Die Männer aus München wurden demnach bereits am 2. September bei einer routinemäßigen Kontrolle in der Nähe des Grenzübergangs Simbach am Inn festgenommen. Sie waren in einem Reisebus Richtung Salzburg unterwegs, anscheinend wollten sie weiter in den Nahen Osten reisen.

Der zweite Reisende, ein 21-jähriger Türke, gehört laut BR offensichtlich zum Kreis der angeworbenen Söldner für den Dschihad in Syrien oder dem Irak. Weil bereits bekannt war, dass er in Kampfgebiete reisen wollte, war ihm von der Kreisverwaltungsbehörde der Landeshauptstadt München die Auflage erteilt worden, Deutschland nicht zu verlassen. Rund 400 Deutsche sind bereits für Gruppierungen wie die Terrormiliz "Islamischer Staat" ausgereist, um als Dschihadisten in Syrien zu kämpfen.

Bei einer ersten Vernehmung erklärte der 24-Jährige, er sei völlig unschuldig und habe mit Anwerbeversuchen nichts zu tun, meldete der BR. Der Türke gab dem Bericht zufolge an, zu einer Verlobungsfeier eines Bekannten zu reisen. Er habe vorgehabt, wieder nach Deutschland zurückzukehren.

heb/dpa

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