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Mecklenburg-Vorpommern: Rechter Demonstrant verletzt Reporter

Rund hundert Menschen haben im mecklenburgischen Grevesmühlen gegen Flüchtlinge demonstriert. Am Rande des MVgida-Aufzugs wurde ein Fotograf verletzt.

Ein Journalist ist nach einem Aufzug des fremdenfeindlichen Bündnisses MVgida in Mecklenburg-Vorpommern angegriffen und verletzt worden. Ein Teilnehmer der Demonstration in Grevesmühlen bei Wismar schlug dem freien Fotografen mit der Faust ins Gesicht. Der Reporter wurde leicht verletzt. Der Angreifer konnte flüchten. Die Polizei ermittelt gegen einen Verdächtigen.

An dem Aufzug des örtlichen Pegida-Ablegers nahmen rund 160 Menschen teil. Die Vereinigung wird landesweit zu großen Teilen von Rechtsextremen dominiert. So trat der Fraktionschef der NPD im Landtag, Udo Pastörs, zuletzt als Hauptredner bei einer MVgida-Veranstaltung in Neubrandenburg auf.

Zeitgleich zogen etwa 120 Demonstranten an einem Schweigemarsch unter dem Motto "Hand in Hand gegen Rassismus" durch Grevesmühlen. Darunter waren unter anderem die Schweriner Sozialministerin Birgit Hesse und Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (beide SPD).

syd/dpa

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