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Vor dem Sondergipfel: Griechenland-Experten aus Union verweigern neue Hilfe

CSU-Politiker Scheuer: "Nein heißt jetzt für uns auch Nein" Zur Großansicht
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CSU-Politiker Scheuer: "Nein heißt jetzt für uns auch Nein"

Wie geht es weiter mit Griechenland? Kanzlerin Merkel verhandelt am Abend mit den anderen Chefs der Eurozone. Mehrere Unionspolitiker sprechen sich vehement gegen ein drittes Hilfspaket für Athen aus.

Wenn Kanzlerin Merkel eine neue Rettungsaktion für Griechenland in der Unions-Bundestagsfraktion durchsetzen will, muss sie dort mit vielen Verweigerern rechnen, womöglich sogar die Vertrauensfrage stellen. Kurz vor dem Sondergipfel der Euroländer am Abend in Brüssel sprachen sich führende Unionspolitiker eindeutig gegen neue Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket aus.

"Griechenland hat Nein gesagt", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer der "Bild"-Zeitung: "Nein heißt jetzt für uns auch Nein zu Verhandlungen und zum Hilfspaket."

Scheuer war erst am Wochenende mit markigen Sprüchen aufgefallen. "Kali nichta, Hellas - Gute Nacht, Griechenland! Ihr geht jetzt einen ganz schweren Weg. Tsipras und seine Linksregierung hat das Volk belogen und vorgegaukelt, es gäbe Euros ohne Reformen", sagte Scheuer. "Die linken Erpresser und Volksbelüger wie Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen", twitterte Scheuer. Besonnenheit scheint nicht seine Stärke.

Beim Referendum hatten am Sonntag 61 Prozent der Griechen gegen die Forderungen der internationalen Gläubiger votiert. Sie unterstützten damit klar das Vorgehen der Regierung von Premier Alexis Tsipras im Schuldenstreit. Griechenland droht ohne weitere Finanzhilfen der Staatsbankrott.

Ähnlich äußerte sich Peter Ramsauer, Chef des Wirtschaftsausschusses im Bundestag: Das Votum der Griechen beim Referendum sei zwingend als "Nein zu jeglicher Art eines neuen Hilfspakets" zu verstehen, sagte der CSU-Politiker. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion, Christian von Stetten (CDU), verlangte ebenfalls, das "Experiment mit den reformunwilligen Griechen im Euroraum" zu beenden. Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich (CSU) warnte, Ängstlichkeit und Unentschlossenheit der europäischen Staats- und Regierungschefs seien nun "die größte Gefahr für den Euro".

Auch Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) bekräftigte seine Forderung nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone. "Der ehrliche und konsequente Weg wäre der Grexit", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Alles andere hat bislang zu keinem Ergebnis geführt." Griechenland habe deutlich gemacht, dass es "ein anderes Modell als Europa" wolle. Das europäische Modell laute "Geld gegen Reformen", das griechische "Geld ohne Reformen". "Das sprengt den Grundcharakter des Euro", kritisierte Söder.

als/AFP

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insgesamt 310 Beiträge
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1. Stimmt doch!
rolf.scheid.bonn 07.07.2015
Griechenland will keine Reformen und Sparmaßnahmen, sondern nur unser Geld. Es reicht. Griechenland muss den Euro verlassen. Je schneller, desto besser für alle.
2. Jaja
sman1983 07.07.2015
So schön sich das liest, die Fraktion der Ja & Amen Sager ist immer noch größer. Es wäre jetzt echt der Moment gekommen, deutlich Nein zu sagen.
3. Experten
pruefer 07.07.2015
ja, wie kommt denn der Spiegel darauf, dass die CSU experten für Griechenland habe. Der Gsekretär ist ein Promotionsschwindler, der Dobrint der Verkehrsexperte schlechthin und die anderen kämpfen mit Verwandtenaffären, Amigoaffären.... da bleibt nicht viel Zeit für Expertise...
4.
spon_2999818 07.07.2015
Dann warten wir mal ab bis es zu einer möglichen Abstimmung kommt und werden sehen, wie viel dieses Gepolter der CDU und insbesondere CSU dann noch wert ist. Ich hoffe es bleibt dabei, aber gerade die Unionspolitiker sind doch Schwätzer die umfallen sobald es ernst wird. Und die dann eigenen Parteifreunde, die tatsächlich standhaft geblieben sind sogar noch denunzieren.
5. Werden die Batzis...
Real Nobody 07.07.2015
auch das Nein des restlichen Deutschlands akzeptieren, wenn ihnen konsequenterweise wegen des bayrischen Nein zu den neuen Stromtrassen kein Strom mehr geliefert wird? Aber das ist dann ja wieder was ganz anderes...
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