Wechsel zur GroKo Wer folgt auf Olaf Scholz in Hamburg?

Hamburgs Erster Bürgermeister Scholz soll Bundesfinanzminister und Vizekanzler werden. Wer regiert dann in der Hansestadt? Diese Namen sind im Gespräch.

Olaf Scholz
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Olaf Scholz


In einer neuen Regierung von Union und Sozialdemokraten soll Olaf Scholz als Vizekanzler eine tragende Rolle spielen. In Hamburg wird deshalb längst über einen potenziellen Nachfolger des SPD-Politikers im Amt des Ersten Bürgermeisters diskutiert. Mehrere Namen werden genannt:

Andreas Dressel: Der SPD-Fraktionschef gilt als Favorit auf die Nachfolge. Er hielt Scholz in der Bürgerschaft jahrelang den Rücken frei. Der Vater zweier Töchter und eines Sohnes hat sich einen Ruf als krisenerprobter Politik-Allrounder erarbeitet, der auf vielen politischen Feldern trittfest ist.

Andreas Dressel
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Andreas Dressel

Andy Grote: Der 49 Jahre alte Rechtsanwalt steht seit Januar 2016 an der Spitze der Hamburger Innenbehörde. Zuvor leitete er das Bezirksamt Hamburg-Mitte. Er gehört zu den Vertrauten von Noch-Bürgermeister Scholz. Vor dem G20-Gipfel hatte Grote sowohl das Recht auf friedliche Demonstrationen betont - wie auch ein konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter angekündigt. Der Innensenator stammt aus Erpen bei Osnabrück und wohnt im Stadtteil St. Pauli.

Andy Grote
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Andy Grote

Carola Veit: Die 44-Jährige ist seit 2011 Bürgerschaftspräsidentin und sorgt bei Versammlungen für Ordnung. Ansonsten erfüllt die Juristin vor allem Repräsentations- und Vermittlungsaufgaben. Sie ist stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD in Hamburg-Mitte und Mitglied im Hamburger SPD-Landesvorstand. Veit wurde in Hamburg-Billstedt geboren.

Carola Veit
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Carola Veit

Melanie Leonhard: Die Sozialsenatorin ist die jüngste der gehandelten Kandidaten. Seit Ende 2015 ist die 40-Jährige im Amt und damit unter anderem für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig. Immer wieder musste sie sich auch mit Fällen von getöteten oder misshandelten Kindern befassen, die unter Aufsicht des Jugendamtes standen.

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Erfahrung mit der Leitung einer Behörde hatte Leonhard zuvor nicht. Scholz lobte sie bei der Amtseinführung als "eine unglaublich engagierte und kompetente Fachpolitikerin". Leonhard ist in Hamburg geboren.

Melanie Leonhard
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Melanie Leonhard

Aydan Özoguz: Die 50-Jährige kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um Migration, Integration und Flüchtlinge. Die Integrationsbeauftragte gilt als freundlich und verbindlich und lässt sich selten zu harschen Worten hinreißen. Politisch steht Özoguz links innerhalb der SPD. Sie ist in Hamburg geboren und war mit dem ehemaligen Hamburger SPD-Innensenator Michael Neumann verheiratet.

Aydan Özoguz
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Aydan Özoguz

apr/dpa

insgesamt 6 Beiträge
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hinterhaus 07.02.2018
1. Och Loide -
Mensch, wartet doch erstmal ab, was am Ende wirklich rauskommt anstatt über die Inhalte ungelegter Eier zu spekulieren. Das nervt echt!
blödbacke 07.02.2018
2. Traurig...
Aus der ehemaligen linken Hochburg ist ein Nest der Seeheimer geworden... :(
tomy1983 07.02.2018
3. Ich bete für einen Neuanfang
Dafür dass die SPD Basis der Perlenkette einen Denkzettel erteilt. Dafür dass die SPD Basis Deutschland und der SPD einen echten Neuanfang ermöglicht. Dafür dass meine Generation endlich aufsteht und die Alten in Vorständen, Chefetagen und Politik in Rente schickt. Für ein lebenswertes Deutschland. Amen.
Langkieler 07.02.2018
4. Das wird vielleicht noch lustig
Schon mal Popcorn besorgen? Die SPD-Mitglieder werden ja zumindest nicht mit überwältigender Mehrheit zustimmen, wie immer man dieses Zeugnis mangelnder Verantwortungsbereitschaft der Bundestagsabgeordneten bewerten mag. Souverän handelt dort, wer sich um das Mitgliedervotum überhaupt nicht kümmert. Ob es dann aber auch überhaupt zu einer Kanzler/innenwahl kommen wird, ist eine andere Frage. Ansonsten bestätigt auch hier die Biographie mehrerer Kandidat/inn/en mal wieder, Success runs in the family. Bei Scholz und Frau Ehegemahlin Ernst (und Bruder Jens, Vorstandschef des Uniklinikums SH) ist es ja auch so. Das Flensburger Tageblatt resümierte seinerzeit, als Frau Ernst kurz mal Schulministerin in Kiel wurde, "Der Norden verscholzt." Stimmt. Scholzialdemokritische Partei.
dabrill 08.02.2018
5. Die Belohnung für G20?
Erst hat unser lieber Bürgermeister die Hansestadt den brandschatzenden Chaoten als Spielplatz zur Verfügung gestellt und jetzt soll er die Finanzen der Bundesrepublik regeln? Nun denn, als Bürgermeister wäre er bei der nächsten Wahl wahrscheinlich auch desaströs abgestraft worden. Da macht das schon Sinn ...
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