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Großeinsatz: BKA gelingt Schlag gegen rechtsextremes Internetradio

Ermittler des Bundeskriminalamts haben in zehn Bundesländern 22 Wohnungen und Häuser von Betreibern des rechtsextremen Internetradios "Widerstand-Radio" durchsucht. 23 Personen wurden festgenommen, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Wiesbaden - Dem Bundeskriminalamt (BKA) ist ein Erfolg gegen das rechtsextreme Internetradio "Widerstand-Radio" gelungen: 17 dort aktive Männer und sechs Frauen im Alter von 20 bis 37 Jahren sind am Mittwoch festgenommen worden. Es bestehe der Verdacht der Volksverhetzung, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Außerdem wird ihnen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Die Beschuldigten sollen sich als Administratoren und Moderatoren des Radios sowohl mit Kommentaren als auch mit dem Abspielen von Musiktiteln deutscher und internationaler Skinhead-Bands mit menschenverachtenden, rassistischen und zum Teil nationalsozialistischen Inhalten strafbar gemacht haben. Sie werden nun dem Haftrichter vorgeführt.

Bei der Aktion wurden zahlreiche Computer, Laptops, Festplatten und Handys sichergestellt. Die Ermittler fanden zudem verschiedene Gegenstände, die nach vorläufiger Bewertung dem Waffengesetz unterliegen.

Schwerpunkte der Durchsuchungen waren in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Razzien gab es aber auch in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Brandenburg, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen. An der Aktion waren rund 270 Beamte beteiligt.

Das Radio war laut BKA rund um die Uhr weltweit über das Internet hörbar. Mittlerweile ist die Seite nicht mehr aufrufbar.

"In jüngster Zeit sind in der rechtsextremen Szene deutliche Tendenzen einer Modernisierung von Werbe- und Mobilisierungsstrategien feststellbar", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke laut Mitteilung. "Dazu gehöre auch, dass Musik gezielt eingesetzt wird, um Jugendliche und junge Erwachsene anzusprechen und für die rechtsextremistischte Szene zu rekrutieren." Das BKA hatte bereits in den mehrere Maßnahmen im und über das Internet initiiert und koordiniert. Betroffen waren beispielsweise Internet-Auktionshäuser und -Tauschbörsen.

sko/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Sauber!
der_Pixelschubser 03.11.2010
Fein. Schade, dass Erfolgsmeldungen in dieser Richtung so selten sind. Und jetzt kommen wieder die Kommentare derjenigen, die auf die Meinungsfreiheit pochen und zetern, Freiheit sei das Recht, eine andere Meinung zu vertreten - eben die so genannten Türöffner. Bittesehrrrr, die Damen und Herrrren!
2. aw
kdshp 03.11.2010
Zitat von sysopErmittler des Bundeskriminalamts haben in zehn Bundesländern 22 Wohnungen und Häuser von Betreibern des rechtsextremen Internetradios "Widerstand-Radio" durchsucht. 23 Personen wurden festgenommen, die Staatsanwaltschaft ermittelt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,726926,00.html
Hallo, ja super aber jede packetbombe kommt bis zum kanzleramt! Einfach nur lächerlich was was das BKA leistet.
3. Spaß verdorben?
Corajan 04.11.2010
Zitat von kdshpHallo, ja super aber jede packetbombe kommt bis zum kanzleramt! Einfach nur lächerlich was was das BKA leistet.
Hat man ihnen ihren Radio-Spaß verdorben oder warum diese unberechtigte Kritik? Ist das BKA für Packete oder die Sicherheit im Kanzleramt zuständig? Da sie es anscheinend nicht wissen: nein! Erst schlau machen, dann schlau reden.
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