Großoperation bei Kunduz Elitesoldaten töten Top-Taliban

Schlag gegen den Terror: Im deutschen Einsatzgebiet im nordafghanischen Kunduz ist nach Informationen von SPIEGEL ONLINE einer der meistgesuchten Kämpfer der Region von US-Spezialkräften getötet worden - der Taliban-Kommandeur Kari Bashir.

Aus Kabul berichtet


Im Zuge einer Anti-Terror-Operation von afghanischen und amerikanischen Spezialkräften ist im Raum Kunduz ein hochrangiger Taliban-Führer getötet worden. Wie SPIEGEL ONLINE aus amerikanischen Militärkreisen erfuhr, wurde der Taliban-Kommandeur Kari Bashir bei heftigen Kämpfen bereits am Dienstag nahe der Ortschaft Gul Tepa westlich der Stadt Kunduz getötet.

Kari Bashir gilt als einer der wichtigsten Kommandeure der Region. Er befehligte eine Gruppe von bis zu 70 Kämpfern, die Teile des Distrikts Khanabad östlich von Kunduz kontrollierten.

Der Tod von Bashir, einem etwa 35-jährigen Mann, gilt nach Aussagen von Geheimdienstlern in Afghanistan als "großer Erfolg" im Kampf gegen die im Raum Kunduz operierenden Taliban-Gruppen. Der afghanische Geheimdienst NDS führte Bashir seit Jahren in einer Art Fahndungsliste mit den zehn meistgesuchten Taliban der Region.

Der Kommandeur soll bei mehreren Anschlägen gegen die Bundeswehr in den vergangenen Monaten mitgewirkt haben. Die Bundeswehr wurde von der US-Armee umgehend informiert, deutsche Kräfte waren jedoch an der Operation selbst nicht beteiligt.

Die US-Spezialkräfte sind derzeit nicht im Rahmen des Mandats der Schutztruppe Isaf im Raum Kunduz eingesetzt. Die streng geheim agierenden Kräfte der "Operation Enduring Freedom" suchen im Raum Kunduz seit Dienstag gemeinsam mit afghanischen Einheiten gezielt nach Taliban und anderen Terroristen. Dem Vernehmen nach töteten sie auch mehrere ausländische Kämpfer.

Mehrmals warfen US-Jets auch Bomben über dem Gebiet ab, es soll zusätzlich gezielte Attacken von unbemannten Drohnen gegeben haben. Die Bundeswehr wurde vor der Operation informiert, damit deutsche Kräfte nicht in Gefahr gerieten.

Der Gouverneur von Kunduz sagte SPIEGEL ONLINE, seit Beginn dieser Operation seien 38 Taliban-Kämpfer getötet, zehn verletzt und acht festgenommen worden. Unter den getöteten Personen seien vier tschetschenische Kämpfer und mehrere lokale Kommandeure der Aufständischen.

Den Angaben zufolge soll die Operation noch mehrere Tage andauern. Neben der Ortschaft Gul Tepa werde auch in dem bei den Deutschen gefürchteten Unruheherd Chahar Darreh gekämpft.

US-Spezialkräfte schrecken vor gezielter Tötung nicht zurück

Die Großoperation illustriert, wie sich die Lage rund um Kunduz gegenwärtig verändert. Immer häufiger gehen Spezialeinheiten der US-Armee gezielt gegen die Taliban vor, die mit Anschlägen und Straßensperren die Nachschubroute der Nato durch den Norden lahmlegen wollen.

Im Gegensatz zu den Deutschen schrecken die Amerikaner dabei vor gezielten Tötungen von Verdächtigen nicht zurück und gehen rigoros bei ihren Einsätzen vor. Ob es bei den Angriffen auf die Aufständischen auch zu zivilen Opfern gekommen ist, wurde bisher nicht bekannt.

Anfang Oktober hatten deutsche Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) ebenfalls in einem Dorf bei Aliabad, gut 20 Kilometer südlich des Bundeswehrstandorts in Kunduz, 15 Verdächtige festgenommen. Die KSK-Kämpfer griffen gegen drei Uhr morgens zu, Kampfhubschrauber unterstützten die Aktion aus der Luft.

Die Operation wurde gemeinsam mit dem afghanischen Geheimdienst NDS durchgeführt, verletzt wurde niemand. Der afghanische Dienst vermutet, dass die Festgenommenen zu der Gruppe gehörten, die Nato-Transporte angegriffen hatte.

Forum - Nato-Einsatz in Afghanistan - wie lange noch?
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Seite 1
AndyH 09.09.2009
1.
Das wird eine neue 30 jährige Krieg. Das Ende kommt wenn Pakistan kippt. Dann wird es ernst.
backtoblack 09.09.2009
2. Zwei Jahre noch!
Zitat von sysopDie jüngste Kontroverse um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan setzt sich fort. Auch Umfang und Dauer der Nato-Präsenz am Hindukusch werden diskutiert. Wie lange und in welcher Form soll die Nato noch in Afghanistan tätig sein?
Ende dieses Jahres muss der neu gewählte Bundestag ohnehin über die Verländerung des Mandats befinden. Bis dahin sollte, von welcher einsatzkritschen Partei auch immer, ein Ausstiegsszenario vorliegen. Zwei Jahre dürften genügen, die Rudimente dessen zu schaffen, was man ja ohnehin schon tun wollte, z.B. für eine effiziente Polizeistruktur. Unabdingbar dafür ist, wie heute zu Recht die russische Zeitung Kommersant kommentierte, dass die Wahlen bis dahin eine glaubwürdige Regierung hervorgebracht haben. Wir alle wissen, dass dies wohl kaum der Fall sein wird. Dann darf die potentielle Karsai-Regierung aber auch von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt werden. Eine Exit-Strategie funktioniert nur mit einer leidlich glaubwürdigen Regierung. Man mag dies alles für nicht machbar halten. Die Alternative ist dann ein nicht-endenwollender Krieg, die Bundeswehr als Anti-Guerrilla-Einheit und ein verdammt hoher Blutzoll. Möchte wissen, welche Bundesregierung einen solchen Krieg politisch durchstehen will, der jetzt schon länger dauert als der zweite Weltkrieg.
Krischan01 09.09.2009
3. Schon längst werden wir alle zu Mördern.
Zitat von sysopDie jüngste Kontroverse um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan setzt sich fort. Auch Umfang und Dauer der Nato-Präsenz am Hindukusch werden diskutiert. Wie lange und in welcher Form soll die Nato noch in Afghanistan tätig sein?
Am besten wahre ein schnellst möglicher Abzug der Soldaten in einem Geordneten Rückzug mit Anschließender Ziviler Aufbauhilfe! Schon längst werden wir alle zu Mördern. Zumindest trifft das auf alle Befürworter des Kriegs in Afghanistan zu und jene die Schweigen machen sich zumindest mitschuldig. Auch wenn Kriegsminister Jung alle Gegner des Kriegs in Deutschland Unverholen zu Unterstützern der Taliban verunglimpft gibt es immer weniger Menschen in Deutschland die sich Blenden lassen und am Tot unschuldiger Kinder wie beim letzten von der Bundswehr zu verantwortenden Luftschlag auf gestohlene Tankwagen das wie es heißt Robuste Mandat unterstützen wollen. Nach dem zwischen Aufklärung und Luftschlag durch das zögern des Verantwortlichen Oberst Klein eine zu lange Zeit vergangen war hätten Kenner der Situation in Afghanistan davon ausgehen müssen das sich die Situation geändert hat und eine Gefährdung unschuldiger nicht mehr ausgeschlossen ist. Noch schlimmer als diesen Fehler des Oberst schätze ich dir Vertuschungsversuche ein die uns von einem Erfolg der vermeintlichen Angriffe unterjubeln sollten. Schon mehr als Peinlich ist es in diesem Zusammenhang wenn wir durch die Chef - Agitatoren von Phönix weiter darauf eingeschworen werden unsere angeblichen Versprechen die Rechte der Afghanen mit Gewalt zu Verteidigen. Unterdessen so kann man in der Neuen Züricher Zeitung lesen „spricht ein Distrikt-Gouverneur sogar von 135 Toten. Abdul Wihid Omarkhel sagte der Nachrichtenagentur DPA, er habe eine Liste der Opfer erstellt und der Delegation von Präsident Hamid Karsai übergeben, die den Vorfall ebenfalls untersucht. Es sei unklar, wie viele der Toten Zivilisten gewesen seien. Unter den Opfern seien aber viele Kinder.“ Die Offiziellen Zahlen der Opfer haben sich mittlerweile als Falsch erwiesen und sollten wahrscheinlich die Bürger bis nach der Wahl täuschen
Specht, 09.09.2009
4.
Zitat von sysopDie jüngste Kontroverse um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan setzt sich fort. Auch Umfang und Dauer der Nato-Präsenz am Hindukusch werden diskutiert. Wie lange und in welcher Form soll die Nato noch in Afghanistan tätig sein?
Nach Akzeptanz einer neuen Marionettenregierung, deren Inauguration durch Wahlbetrug zustandekam, muss dieser Regierung dringend eine schlagräftige Polizei zur Seite gestellt werden. Nach Einrichtung dieses funktionsfähigen Polizeistaates können wir unsere Demokratie- und Freiheitsmission einstellen und abziehen. Die Afghanen werden uns das auf ihre Weise vergelten.
gg art 5 09.09.2009
5.
Zitat von sysopDie jüngste Kontroverse um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan setzt sich fort. Auch Umfang und Dauer der Nato-Präsenz am Hindukusch werden diskutiert. Wie lange und in welcher Form soll die Nato noch in Afghanistan tätig sein?
Antwort ist doch klar. Solange USA es will.
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